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#lesen.bayern » Grundlagen der Leseförderung » Zusammenarbeit mit anderen Bundesländern: Bildung durch Sprache und Schrift (BiSS)

Zusammenarbeit mit anderen Bundesländern

Bildung durch Sprache und Schrift – Fortsetzung der Initiative: „BiSS-Transfer“

Bund und Länder setzen die 2013 gestartete Initiative zur Sprachförderung, Sprachdiagnostik und Leseförderung, „Bildung durch Sprache und Schrift (BiSS)“ fort. Bisher waren in Bayern 18 Verbünden im Elementar-, Primar- und Sekundarbereiche mit insgesamt 101 Einrichtungen, davon 28 Kindertagesstätten und 73 Schulen, beteiligt.

In der Transferphase werden nun erprobte Konzepte weiterentwickelt, transferiert und noch stärker mit erfolgreichen bayernspezifischen Initiativen und Programmen wie #lesen.bayern und FiLBY verknüpft werden. Ganz besonders erfreulich ist, dass unsere Verbundschulen dabei von einem Netzwerk von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern dreier bayerischer Universitäten vor Ort begleitet und beraten werden und Wissenschaft und schulische Praxis so eng zusammenarbeiten:

  • Prof. Dr. Anita Schilcher, Universität Regensburg
  • Prof. Dr. Astrid Rank, Universität Regensburg
  • Dr. Johannes Wild, Universität Regensburg
  • PD Dr. Christel Meier, FAU Erlangen
  • Prof. Dr. Markus Pissarek, Universität Passau

Die bayerischen Verbünde arbeiten in der Transferphase zu folgenden Schwerpunkten:

  • Systematische Sprachbildung und Sprachförderung, insbesondere am Übergang vom Elementarbereich zur Primarstufe
  • Systematische Leseförderung: Leseflüssigkeit und Lesestrategien im Rahmen einer durchgängigen Sprachbildung
  • Systematische Schreibförderung: Schreibflüssigkeit und Schreibstrategien im Rahmen einer durchgängigen Sprachbildung
  • Unterrichtsentwicklung: Sprachsensibler Fachunterricht
  • Unterrichtsentwicklung: Elementare Sprachvermittlung unter Berücksichtigung von Fach- und Bildungssprache für neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler

Hintergründe zur Organisation von BiSS:

BiSS-Transfer ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Kultusministerkonferenz (KMK). Die Koordination und wissenschaftliche Ausgestaltung übernimmt – wie auch in BiSS – ein Konsortium bestehend aus dem Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln, dem DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation und der Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation mit dem Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB).

Vor Ort unterstützen mit Frau Kieferle (IFP) sowie Frau Neugebauer und Frau Ruisinger (ISB) als Landeskoordinatorinnen und das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus die Transferphase.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Homepage von BiSS.

Verknüpfung Wissenschaft und Praxis vor Ort: bayerisches Expert*innennetzwerk

Prof. Dr. Anita Schilcher hat den Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der Universität Regensburg inne. Ihre Schwerpunkte liegen in der Lese- und Schreibforschung sowie in der Professionswissensforschung. Sie leitet die Forschungsprojekte RESTLESS und FiLBY, die an zahlreichen bayerischen Schulen durchgeführt wurden. Zusammen mit Prof. Dr. Astrid Rank und Prof. Dr. Stefan Krauss war sie mit dem Projekt Eva Prim auch in der ersten BISS-Förderlinie beteiligt.

Prof. Dr. Markus Pissarek leitet den Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der Universität Passau. Einen seiner Forschungsschwerpunkte stellt die Leseförderung dar und die Frage, wie Lesekompetenz nachhaltig und wirksam gefördert werden kann, wie Diagnostik dabei helfen kann und wie man Lesetrainings evaluieren und optimieren kann. Er freut sich, im Team mit den Kolleginnen und Kollegen aus Regensburg und Nürnberg-Erlangen den Transfer Wissenschaft-Praxis unterstützen zu können sowie auf spannende gemeinsame Erfahrungen.

Prof. Dr. Johannes Wild unterrichtete an einer Mittelschule und ist Akademischer Rat an der Universität Regensburg. Er vertritt derzeit den Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur der Universität Bamberg. Seine Schwerpunkte sind die Lese- und Schreibdidaktik. Mit Frau Prof. Dr. Anita Schilcher arbeitet er bereits bei FiLBY (Fachintegrierte Leseförderung Bayern) zusammen und ist außerdem an der Entwicklung des PC-Programms RATTE (Regensburger Analysetool für Texte) zur Berechnung von Lesbarkeitsindizes von Texten beteiligt.

PD Dr. Christel Meier war Gymnasiallehrerin und arbeitet als Akademische Oberrätin am Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u.a. die empirische Erforschung von Teilkompetenzen des literarischen Textverstehens im Vergleich zum Sachtextverstehen und empirische Unterrichtsforschung im Bereich Lesen.

Prof. Dr. Astrid Rank ist seit 2011 Professorin für Grundschulpädagogik und -didaktik, seit 2014 an der Universität Regensburg. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Bildungssprache im Fachkontext (Naturwissenschaften, Mathematik) und Kompetenzentwicklung bei Erzieherinnen und Lehrkräften im  Zusammenhang mit Heterogenität und Inklusion.