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Kevin Brooks: iBoy

Besprechung

Tom sagt von sich, dass er ein ganz normaler sechzehnjähriger Junge sei, der völlig normale Probleme habe und ein normales Leben lebe. Das ändert sich eines Tages schlagartig, als ein iPhone aus großer Höhe auf seinen Kopf trifft. Tom überlebt diesen Zusammenprall nur knapp. Zunächst begreift er nicht, was in seinem Gehirn vor sich geht, aber nach und nach erkennt der Junge, dass er direkt mit dem Internet verbunden ist. Er kann alle Telefongespräche abhören, das Wissen des weltweiten Netzes steht ihm jederzeit zur Verfügung und sein Körper lässt sich elektrisch aufladen und gibt Stromstöße ab. Tom ist bei seiner Großmutter in Crow Town aufgewachsen, einem Viertel, in dem Gewalt alltäglich ist. Seine Mutter hat er nicht gekannt, sie ist kurz nach seiner Geburt gestorben. Dass auch ihr Tod nicht natürlich war, sondern ein eiskalter Mord, erfährt Tom, als er seine neuen Fähigkeiten als iBoy ausprobiert. Er spürt auch die jungen Männer auf, die seine Freundin Lucy just an dem Tag vergewaltigt und verletzt haben, als Tom das iPhone am Kopf traf. Tom kann sich an ihnen rächen, er kann die Hintermänner der Gewalttat finden und womöglich sogar den Tod seiner Mutter klären. Allerdings verändert sich Tom dabei auf eine Weise, die ihm selbst nicht ganz geheuer ist.

Didaktische Hinweise

Kevin Brooks hat mit diesem Werk einen preisgekrönten, mitreißenden Roman geschrieben, in dem die technischen Errungenschaften unserer Zeit mit den zeitlosen Problemen junger Menschen verknüpft werden: Liebe und Vertrauen, Gewalt und das Böse. Aufgrund der Thematik und der rasanten Handlung ist der Roman für eine achte oder neunte Klasse besonders gut geeignet. Erfahrungsgemäß sind vor allem die internetaffinen Jungs von dieser Lektüre begeistert.

Der dtv-Verlag hat ein kostenloses Unterrichtsmaterial zum Herunterladen entwickelt. Das Unterrichtsmodell behandelt den Roman sehr ausführlich, unter anderem beschäftigt es sich mit der Figurenanalyse, mit dem Aufbau, der erzählerischen Gestaltung und es enthält kreative Schreibaufträge; mit seiner Hilfe lässt sich der doch recht umfangreiche Roman gut portionieren und übersichtlich präsentieren. Zusätzlich kann man den 2017 von Adam Randall gedrehten Film mit der literarischen Vorlage vergleichen und auf diese Weise auch die vom Lehrplan geforderte Filmanalyse abdecken.

Auf derselben Seite des Verlags finden sich auch mehrere, sehr interessante Videos, in denen Kevin Brooks über sich und seine Werke, unter anderem über „iBoy” spricht. 

Gattung

  • (Kinder-) Kriminalliteratur, Thriller (Horror, Gruselliteratur)
  • Science-Fiction

Eignung

sehr gut als Klassenlektüre geeignet

Altersempfehlung

Jgst. 8 bis 10

Fächer

  • Deutsch
  • Ethik/Religionslehre (Evang. Religionslehre

FÜZ

  • Soziales Lernen
  • Medienbildung/Digitale Bildung
  • Werteerziehung
  • Interkulturelle Bildung

Erscheinungsjahr

2011

ISBN

9783423715386

Umfang

296 Seiten

Medien

  • Buch
  • E-Book
  • Hörbuch
  • Film