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Martina Wildner: Das schaurige Haus

Besprechung

Hendrik und sein kleiner Bruder Eddi sind nicht davon begeistert, dass die Familie ins Allgäu zieht. Aber nur hier hat ihr Vater endlich wieder Arbeit gefunden. Das Haus, in dem die Familie wohnt, liegt neben dem alten Pestfriedhof und ist alles andere als gemütlich. Trotzdem versuchen sowohl die Mutter als auch ihre Kinder das Haus in ein Heim zu verwandeln und im Dorf Fuß zu fassen. Aber die Einwohner machen es ihnen alles andere als leicht. Der Mutter gelingt es kaum, mit den Nachbarn ins Gespräch zu kommen. Und Hendrik, der die Geschichte erzählt, wird von Chris gemobbt. Das Warten auf den Schulbus wird für Hendrik jeden Morgen zur Tortur, entweder wirft Chris Hendriks Schultasche in den Dreck oder er übergießt ihn mit Gülle. Der einzige Lichtblick in Hendriks neuem Leben ist sein Banknachbar Fritz, mit dem er sich gut versteht und der ihm Tipps gibt, wie er sich gegen Chris wehren kann. Und es gibt auch noch Ida, die in der Nähe wohnt, von der Chris Skifahren lernt und in die er sich verliebt. Aber all diese alltäglichen Probleme und Freuden werden von den seltsamen Geschehnissen im Haus überschattet. Der kleine Eddi fängt an zu schlafwandeln und zeichnet währenddessen Schnecken, die womöglich Buchstaben sind und eine Botschaft übermitteln sollen. Zumindest glaubt dies Hendrik. Und der findet heraus, dass in dem Haus vor dreißig Jahren ein grauenvoller Mord an zwei Kindern stattgefunden hat. An Ralf und Roland, zwei Jungen, die wie Hendrik und Eddi, mit ihren Eltern neu ins Dorf gezogen waren. Und als ob das nicht schon genug wäre, entdecken Fritz und Hendrik auf den beiden Friedhöfen des Dorfes mehrere Kindergräber. Womöglich hatten die Eltern oder Großeltern dieser Kinder mit dem Mord an Ralf und Roland zu tun. Hendrik fürchtet, dass ein Fluch über dem Haus liegt und dass noch andere Kinder sterben könnten ...Das Buch ist auch als E-Book erhältlich.

Didaktische Hinweise

Martina Wildner hat einen wunderbaren und spannenden Romane geschrieben, in dem es nicht nur um unerklärliche Phänomene geht, sondern auch um die Reaktion der Alteingesessenen auf Fremde. Diese Wechselwirkung zwischen Ablehnung und Rückzug beschreibt der Erzähler sehr eindrucksvoll und einfühlsam. Die jungen Leser werden die schaurige Geschichte mögen und im Unterricht lassen sich an ihr viele Themen aufzeigen: Fremdenhass und Ausgrenzung, Mobbing und wie man sich dagegen wehrt. Es gibt eine Lehrerhandreichung von Wiederhold, Anna-Lena: „Das schaurige Haus“ im Unterricht. Außerdem: Lehrerhandreichung zum Jugendroman von Martina Wildner (Klassenstufe 5-6, mit Kopiervorlagen).

Alle hier rezensierten Werke von Martina Wildner

Gattung

  • (Kinder-) Kriminalliteratur, Thriller (Horror, Gruselliteratur)
  • Romane

Eignung

sehr gut als Klassenlektüre geeignet

Altersempfehlung

Jgst. 6 bis 8

Fächer

  • Deutsch
  • Ethik/Religionslehre (Evang. Religionslehre

FÜZ

  • Interkulturelle Bildung

Erscheinungsjahr

2013

ISBN

9783407743862

Umfang

234 Seiten

Medien

  • Buch