mobile Navigation Icon

Kai Pannen: Neulich in der Steinzeit - Ugulu und Mim

Besprechung

Ugulu und Mim sind Geschwister und leben in der Steinzeit. So gerne würde Ugulu mit den Männern seines Clans Mammuts jagen, aber weil er noch zu schmächtig ist, muss er stattdessen mit seiner Schwester Pilze sammeln. Ugulu ist überzeugt, dass man auch mit Köpfchen Mammuts erlegen kann und so baut er seine erste Mammutfalle. Zu dumm, dass in diese kein Mammut tappt, sondern der Clan-Häuptling höchstpersönlich. Um dem Ärger zu entkommen, flüchtet sich Ugulu in seine Höhle und malt Tiere an die Höhlenwände. Als Ugulu wieder mit seiner Schwester beim Pilze sammeln ist, entdecken sie einen jungen Wolf, den sie zum Missfallen der anderen Clan-Mitglieder zähmen. Schlussendlich darf der junge Wolf aber bleiben, weil er den Clan eines Nachts vor dem Säbelzahntiger bewahrt.

Didaktische Hinweise

„Neulich in der Steinzeit – Ugulu und Mim“ ist der Auftakt einer neuen Buchreihe von Kai Pannen. In der Erstlesereihe des Tulipans Verlags erschienen, zeichnet sich diese Ganzschrift formal durch seine große, gut lesbare Druckschrift, einfache, kurze Sätze und einen relativ elementaren Wortschatz aus, wobei manche Wörter durchaus erklärungsbedürftig sind (z.B. Sauerampfer (S. 14), schmächtig (S. 1), Clan (S. 2), etc.). Die Erzählung besitzt lediglich einen Erzählstrang und ist für junge Leser gut nachvollziehbar. Neben der Erzählung alles solches finden sich immer wieder auch Sachinformationen. Sie sind deutlich durch illustratorische Elemente von der Erzählung abgesetzt und erklären dem jungen Leser insbesondere Begriffe und geben im Sachinformationen zum Leben in der Steinzeit. Die farbenfrohen und kindgerechten seitenfüllenden Illustrationen des Textautors runden die Ganzschrift ab. Die Gesichter sind ausdrucksstark gezeichnet, viele gezeichneten Szenen zeigen inhaltlich viel mehr als der Text und geben dem Leser so zusätzliche Informationen. Lediglich der Wolf ist sehr niedlich gezeichnet und erinnert eher an ein „Hündchen“ als an einen Wolf.

Insgesamt gelingt Kai Pannen der Auftakt einer neuen Erstlesereihe: witzig und kurzweilig erzählt bringt er jungen Lesern auf elementare Weise die Steinzeit näher.

Dieses Buch eignet sich vor allem für Erstleser am Ende der 1. Klasse oder schwächere Leser der 2. Klasse. Für geschichtsbegeisterte Kinder sollte dieses Buch einen Platz in der Schülerbücherei finden. Als Klassenlektüre eignet es sich auch. Von Nachteil ist allerdings, dass dieses Buch komplett auf Seitenzahlen verzichtet, sodass das Stellen vor Arbeitsaufträgen für die individuelle Bearbeitung nicht ganz leichtfallen dürfte. Insgesamt bietet sich das Buch vor allem auch durch seine Kürze gut an, um das Buch abschnittsweise in Lesetandems zu lesen, so dass in einem ersten Schritt die Leseflüssigkeit trainiert werden kann. Anschließend bieten sich vielfältige handlungs- und produktionsorientierte Möglichkeiten der Weiterarbeit an. Z.B. können zu aussagekräftigen Bildern Sprech- und Gedankenblasen gezeichnet werden (Bild „Ugulu und Mim finden das Wolfsjunge“ oder „Ugulu versteckt sich in seiner Höhle“), zum Bild, das die Funktionsweise der Mammutfalle beschreibt, kann die Erklärung verfasst werden, weitere Geschichten von Ugulu und Mim können in Partner- oder Gruppenarbeit erfunden werden. Andererseits könnten die Schülerinnen und Schüler in einer Erzählkiste ihre Lieblingsszenen gestalten und ausfabulieren. In Verbindung mit dem Fach Kunst können eigene Höhlenmalereien z.B. mit Erdfarbe entstehen.

Gattung

  • Erstlesebücher

Eignung

für die Schulbibliothek empfohlen und zum Vorlesen

Jahrgangsstufen

1 bis 2

Fächer

  • Deutsch
  • Geschichte
  • HSU

FÜZ

  • Kulturelle Bildung

Erscheinungsjahr

2018

ISBN

9783864293856

Umfang

48 Seiten

Medien

  • Buch