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Anu Stohner: Gretas Entschuldigungen

Besprechung

Greta und ihr Klassenkamerad und Freund Lukas spannen eine Schnur mit einem Zettel über die hintere Schulhaustreppe, weil sie hoffen, so ihre Klassenlehrerin zu einem Umweg zwingen zu können. Auf dem Zettel steht, dass die Treppe wegen Reparatur gesperrt ist. Sie glauben, so um die angekündigte Klassenarbeit zu kommen, für die zu lernen Lukas, wegen seines Fußballtrainings, noch keine Zeit hatte. Natürlich haben die beiden Kinder nicht gewollt, dass sich der Hausmeister beim Sturz über die Schnur den Arm bricht, die Klassenlehrerin sich das Bein und der Sportlehrer das Knie verletzt. Als dann auch noch die halbe vierte Klasse bei einem Wettrennen auf die Lehrer purzelt, ist das Schlamassel vollkommen. Jetzt hat Greta viele Entschuldigungsbriefe zu schreiben und einige E-Mails an Lukas, ihre Freundin Nina und an Emil aus der Vierten, der in dem Durcheinander Schnur und Zettel eingesteckt hat. Er hat ein Auge auf Greta geworfen und will ihr helfen. Im Eifer des Gefechts verdächtigt Greta dann jedoch Nina des Verrats und Emil der Erpressung, was ihr natürlich wahnsinnig Leid tut, als sie ihr Unrecht bemerkt. Weitere Entschuldigungen sind nötig, bis sich die Geschichte am Ende einigermaßen gut auflöst. Das Geschehen wird der/dem Leserin ausschließlich durch Gretas Briefe und E-Mails vermittelt. Die Autorin erzählt folgerichtig sprachlich und gedanklich auf Gretas kindlicher Ebene, was dem Ganzen Authentizität verleiht. Der Witz entsteht durch Gretas Spontaneität, die sketchhafte Episoden entstehen lässt. Illustriert ist das Buch mit witzigen schwarzweißen Zeichnungen. Handschriftliche Über- und Unterschriften bei den Briefen und typische Zeichen und Abkürzungen des elektronischen Schriftverkehrs bei den E-Mails unterstreichen den Briefcharakter.

Didaktische Hinweise

„Gretas Entschuldigungen“ ist ein unterhaltsames Schmökerbuch in erster Linie für Mädchen, aber auch für Jungen, die Spaß an Streichen haben. Ab der dritten Klasse werden die meisten Kinder auch die etwas verstecktere Komik zum Großteil begreifen. Als Klassenlektüre empfiehlt sich der Einsatz in der dritten Klasse. Aus dem Briefcharakter ergeben sich naheliegende Möglichkeiten zum eigenen Schriftgebrauch. Sicher macht es den Kindern auch Spaß, einige Szenen der Geschichte im Rollenspiel darzustellen. Zum Vorlesen kann man das Buch bereits ab der zweiten Klasse einsetzen, wobei einige Stellen und Wörter im Klassengespräch geklärt werden müssen. Der Verlag bietet ein Unterrichtsmodell zum kostenfreien Herunterladen an.

Gattung

  • Erstlesebücher
  • Romane

Eignung

themenspezifisch geeignet

Altersempfehlung

Jgst. 2 bis 3

Fächer

  • Deutsch

Erscheinungsjahr

2013

ISBN

9783423640015

Umfang

104 Seiten

Medien

  • Buch
  • E-Book