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Yves Grevet: Méto. Das Haus / Méto Bd. 1

Besprechung

Méto lebt mit dreiundsechzig anderen Jungen in einem Haus hinter verschlossenen Fenstern und Türen. Sie wissen nicht, wer sie sind. Sie wissen nicht einmal, dass es Frauen gibt und dass sie Eltern haben. Aber dass es so sein muss, erkennen sie von selbst, immerhin werden sie unter anderem in Biologie unterrichtet. Ihr Tagesablauf ist bis auf die Minute vorgeschrieben, und jede ihrer Handlungen wird von den Cäsaren überwacht. Unterrichtet werden sie von Lehrern, die ausnahmslos verkrüppelt sind und offensichtlich noch mehr Angst vor den Cäsaren haben als sie selbst. Damit die Jungen ihre Aggressionen abbauen können, dürfen sie „Inch“ spielen, ein körperlich sehr anstrengendes Spiel, das immer gewalttätig verläuft und in dem sich die Jungen oft gegenseitig schwer verletzen. Aber die größte Angst haben sie davor, dass ihr Bett unter ihnen zusammenbricht. Irgendwann ist es für jeden so weit, weil er zu schwer für die Konstruktion geworden ist. Nach und nach verschwinden so die Älteren und werden durch Jüngere ersetzt.

Méto gelingt es trotz der vollkommenen Kontrolle allmählich einige Geheimnisse im Haus aufzudecken. So begreift er, dass die Getränke zum Abendessen mit Schlaftabletten versetzt sind. Keiner der Jungen soll sehen, was in der Nacht im Haus vorgeht. Da Méto abends nichts mehr trinkt, ist er nachts wach und sieht, dass Sklaven ihre Zimmer reinigen, dass sie ihre Wäsche waschen. Einige von ihnen kennt er. Es sind die älteren Jungen, die verschwunden sind. Méto weiht einige seiner Mitgefangenen ein, und gemeinsam versuchen sie die Herrschaft der Cäsaren abzuschütteln und zu fliehen. Im zweiten Band mit dem Titel „Die Insel“ geht die Geschichte weiter. Die Flucht ist gelungen, aber die Welt auf der Insel ist nicht weniger totalitär als die im Haus. Méto will weiter, weg von der Insel. Er will seine Eltern finden, er will wissen, woher er kommt und wer er ist. Man darf gespannt sein, wie das Abenteuer im dritten Band „Die Welt“ weitergeht.

Didaktische Hinweise

Yves Grevet schildert die düstere Dystopie eindringlich aus der Sicht Métos. Angst, Einsamkeit und Misstrauen beherrschen Métos Gefühle, aber der Wunsch nach Freiheit und nach Wissen ist stärker. Die spannende Geschichte wird vor allem Jungen gefallen.

Gattung

  • Science-Fiction
  • (Kinder-) Kriminalliteratur, Thriller (Horror, Gruselliteratur)
  • Romane

Eignung

sehr gut als Klassenlektüre geeignet

Altersempfehlung

Jgst. 8 bis 10

Fächer

  • Deutsch
  • Ethik/Religionslehre (Evang. Religionslehre
  • Zusätzliche Fächer (Fachunterricht)

FÜZ

  • Soziales Lernen
  • Werteerziehung

Erscheinungsjahr

2012

ISBN

9783423625142

Umfang

224 Seiten

Medien

  • Buch
  • Hörbuch