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Anna Haifisch: Die Grille in der Geige

Besprechung

Die Geschichte nimmt deutlich Bezug auf Fontanes Fabel „Die Grille und die Ameise“ und überträgt deren Grundmotiv in eine neue, zeitgemäße Bilderbuchwelt. Im Zentrum steht eine umherziehende Grille, die im Sommer zufällig im Wald auf eine alte Geige stößt und sie kurzerhand zu ihrem Zuhause macht. Nacht für Nacht erfüllt sie das Instrument mit Musik und sorgt damit für Freude und Gemeinschaft unter Insekten, Mäusen und anderen Waldbewohnern – selbst an ungewöhnlichen Orten wie der Kürbisbar.

Doch bleibt das unbeschwerte Sommerleben nicht ohne Folgen: Mit dem Herannahen des Winters kippt die heitere Stimmung. Kälte, Mangel und Unsicherheit stellen die musikalische Grille und den Zusammenhalt der Waldgemeinschaft auf die Probe.

Die Geschichte erzählt mit warmem, leicht anarchischem Humor von Kunst, Gemeinschaft und der Frage, was trägt, wenn die guten Zeiten vorbei sind. Die eigenwilligen Illustrationen und die charmanten Tierfiguren machen dieses Bilderbuch zu einer modernen, vielschichtigen Neuinterpretation eines klassischen Stoffes.

Didaktische Hinweise

Die Geschichte lädt Kinder dazu ein, Gefühle wie Freude, Unsicherheit und Zusammenhalt zu erkunden. Damit eignet sich das Bilderbuch sowohl zum gemeinsamen Vorlesen als auch als Gesprächsanlass über Kreativität, Verantwortung und das Miteinander in der Gemeinschaft.

Gattung

  • Bilderbücher

Eignung

für die Schulbibliothek empfohlen und zum Vorlesen

Altersempfehlung

Jgst. 0 bis 0

Fächer

  • Deutsch
  • Philosophie

FÜZ

  • Kulturelle Bildung
  • Soziales Lernen
  • Sprachliche Bildung

Erscheinungsjahr

2025

ISBN

9783964510617

Umfang

32 Seiten

Medien

  • Buch