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Malin Widén: Auf der Insel

Besprechung

Ein Mädchen besucht seine Oma, die auf einer Insel am Meer lebt. Während die Tage voller Entdeckungen und Leichtigkeit sind, wirken die Geräusche in der Nacht plötzlich unheimlich und bedrohlich. Die Oma reagiert einfühlsam und nimmt ihre Enkelin mit auf einen nächtlichen Spaziergang, bei dem sie gemeinsam den Ursachen der Geräusche auf den Grund gehen – und die Angst Schritt für Schritt verschwindet.
Damit greift das Buch eine zentrale kindliche Erfahrung auf: die Angst vor dem Dunkeln und vor dem Unbekannten. Besonders eindrucksvoll gelingt dies durch das Zusammenspiel von reduzierter Sprache und ausdrucksstarken Illustrationen. Der Text ist bewusst knapp gehalten, teilweise erzählen die Bilder ohne Text. 
Die Figur der Großmutter nimmt die Gefühle ernst, ohne sie zu verstärken, und begleitet das Kind aktiv beim Verstehen der Situation. Der gemeinsame Spaziergang wird so zu einem Prozess des Entdeckens und Einordnens: Geräusche werden benannt, Naturphänomene erklärt und dadurch entmystifiziert. 
 

Didaktische Hinweise

Insgesamt ist „Auf der Insel“ ein ruhiges, atmosphärisch dichtes Bilderbuch, das sich besonders für gemeinsame Abendrituale eignet. Es verbindet ästhetischen Anspruch mit pädagogischer Tiefe und vermittelt eine wichtige Botschaft: Ängste sind ernst zu nehmen – und können durch gemeinsames Erkunden verständlich und bewältigbar werden.

Gattung

  • Bilderbücher

Eignung

für die Schulbibliothek empfohlen und zum Vorlesen

Altersempfehlung

Jgst. 0 bis 0

Fächer

  • Deutsch
  • Umwelterziehung

FÜZ

  • Bildung für Nachhaltige Entwicklung (Umweltbildung, Globales Lernen)
  • Soziales Lernen
  • Sprachliche Bildung

Erscheinungsjahr

2021

ISBN

978394874024

Umfang

52 Seiten

Medien

  • Buch