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Karsten Teich; Eva Muszynski: Cowboy Klaus und sein Schwein Lisa

Besprechung

Mit „Cowboy Klaus und sein Schwein Lisa“ ist dem AutorIn-IllustratorIn-Duo Karsten Teich und Eva Muszynski ein sensationeller Auftakt ihrer „Cowboy Klaus“-Reihe geglückt. Beim Tulipan Verlag erschienen, ist dieses Buch (und alle weiteren Titel der Reihe) der ideale Einstieg in die Ganzschrift für alle Leseanfänger. Cowboy Klaus ist ein kleiner, fröhlicher Cowboy. Aber wenn man glaubt, er würde wie die großen Cowboys durch die Prärie reiten und mit einem Lasso Kühe fangen, wird man schnell eines Besseren belehrt. Stattdessen lebt Cowboy Klaus mit seinem Schwein Lisa auf der Farm „Kleines Glück“ im Kaktuswald. Die Kakteen wachsen um die kleine Farm sehr dicht, sodass sich keine Banditen oder Kojoten dorthin trauen. Allerdings verirrt sich auch sonst keine Menschenseele dorthin, sodass sich die beiden Bewohner manchmal doch etwas einsam fühlen und beispielsweise auch das Einkaufengehen beschwerlich ist. So muss Cowboy Klaus stets mit Taucheranzug durch den Wald, um nicht von den Kakteen gestochen zu werden. Als Cowboy Klaus vom Einkaufen immer absonderlichere Dinge mit nach Hause bringt, weil er durch seine schwere Taucherglocke nicht verstanden wird, beschließt er: „Der Wald muss weg!“ Nach einigen erfolglosen Versuchen rasiert er den Kakteen die Stacheln. Und weil er ein richtiger Cowboy sein will, braucht er jetzt auch noch ein Pferd und eine Kuh. Mit dem Pferd wird es erst einmal nichts und eine passende Kuh wird nicht etwas mit dem Lasso gefangen, sondern in der Zeitung durch eine Anzeige und einem anschließenden Auswahlgespräch gefunden. Eine abwechslungsreiche, fröhliche und bunte Geschichte, die Suchtpotential besitzt. Sie bricht so ziemlich mit allen Cowboy-Klischees und besticht durch den humorvollen und witzigen Schreibstil. Durch seine große, klare Schrift, die meist deutliche Trennung zwischen Text und Bild sowie die einfache und leicht verständliche Sprache ist das Buch bereits für Leseanfänger geeignet. Große, kindgerecht gestaltete Bilder stützen die kurzen Textabschnitte und sind selbst überaus detailreich und bestückt mit zusätzlichen Informationen.

Didaktische Hinweise

Ab circa Mitte der 2. Klasse kann mit dieser Lektüre der literarische Teil des Filby2-Lesetrainings durchgeführt werden. Die Lektüre wird in diesem Fall mit einem Leseflüssigkeitstraining (gemeinsames Lesen mit einer Hörfassung) kombiniert. Ein Lesen des Textes zur Hörfassung ist damit ebenso möglich wie ein wechselseitiges Lesen und Hören bzw. Mitlesen. Die Hörfassung eignet sich auch als Differenzierung für sehr schwache Leser/innen.

Aber auch bereits Ende der 1. Klasse lässt sich dieses Buch perfekt als Klassenlektüre einsetzen. Zur Vertiefung können verschiedene handlungs- und produktionsorientierte Aufgaben (z.B. Textstelle ausfabulieren, Sprech- und Gedankenblasen ausfüllen und auf einem Bild sinnvoll anordnen, ein eigenes Cowboy Klaus Erlebnis schreiben oder malen etc.) sinnvoll sein. Darüber hinaus könnte der Text auch in Abschnitte eingeteilt und einzelnen Schülerinnen und Schülern zur Übung des betonten, lauten Vorlesens gegeben werden. Wird der Text gut gekonnt, kann ein klasseneigenes Bilderbuchkino entstehen. Die Bilder der einzelnen Absätze werden in eine Powerpointpräsentation integriert. Anschließend werden die aufgenommenen Leseabschnitte passend eingebunden.

In jedem Fall sind dieses Buch und auch die weiteren Bände ein Muss für jede Grundschulschülerbücherei.

Gattung

  • Erstlesebücher

Eignung

sehr gut als Klassenlektüre geeignet und zum Vorlesen

Jahrgangsstufen

1 bis 2

Fächer

  • DaZ - Deutsch als Zweitsprache
  • Deutsch

FÜZ

  • Soziales Lernen

Erscheinungsjahr

2007

ISBN

9783939944010

Umfang

41 Seiten

Medien

  • Buch