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Gundi Herget: Mein Papa, die Unglücksspiele und ich

Besprechung

Die 10-jährige Alina lebt zusammen mit ihrem älteren Bruder und ihren Eltern in einem Mehrfamilienwohnhaus. In der Familie ist das Geld oft knapp, man kann sich nur wenig leisten. Als sich Papa immer mehr verändert, nicht mehr so fröhlich ist wie früher und oft nur als „Papahülle” anwesend oder am Wochenende einfach fort ist, ändert sich das Familienleben. Die Mutter ist oft verzweifelt über die Geldsorgen und es kommt immer häufiger zu Streit zwischen Vater und Mutter. Aber den Kindern sagt keiner, was los ist. Dann fehlt das Geld aus Alinas Sparschwein und die Polizei steht mit einem Brief vom Gericht vor der Wohnungstür. In dieser Nacht hört Alina die Eltern wieder einmal streiten und beobachtet, dass die Mutter den Vater aus der Wohnung wirft. Aber noch immer erklärt die Mutter den Kindern nicht, was los ist. Dann wird ein Lehrer in der Schule auf Alinas Sorgen aufmerksam. Im Gespräch berichtet Alina von der für sie beängstigenden Familiensituation. Nach und nach erfährt sie, dass der Vater an einer Spielsucht erkrankt ist, und begreift endlich die Zusammenhänge. Als der Vater nach einiger Zeit in die Familie zurückkehrt, gehen alle den schweren Weg gemeinsam, Vaters Suchterkrankung zu bekämpfen. 

Didaktische Hinweise

Hinweis: Die Geschichte zu diesem Hörbuch liegt als ausdruckbare Pdf-Version vor. 

Das gut halbstündige Hörbuch ist geeignet, in einem Stück angehört zu werden. Die Geschichte wird mit deutlichen, kindgerechten Worten erzählt. Die Sprecherin vermittelt mit klarer Stimme die Geschehnisse in der Familie, aber auch die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonistin. Die schnörkellose Erzählweise ist kurzweilig und der Inhalt der Geschichte gut verständlich. Das Hörbuch gibt auf kindgerechte Art und Weise Einblick in das Thema Suchterkrankung bei Eltern. Es zeigt auf, wie wichtig es ist, dass Kinder nicht im Unklaren über eine derartige Erkrankung gelassen werden dürfen, da in ihnen sonst Ängste und Zweifel entstehen und sie in Ungewissheit leben. Das Hörbuch zeigt Kindern, die in der Familie Ähnliches erleben und über ihre Sorgen daheim nicht reden können, Wege auf, an Hilfe zu gelangen. So können in den Schulen Lehrkräfte, insbesondere Schulpsychologen, Beratungslehrer, Seelsorger oder auch Sozialpädagogen, wichtige und hilfreiche Ansprechpartner sein. Auch auf die „Nummer gegen Kummer” wird am Ende des Hörbuches hingewiesen. Die zentrale Botschaft ist aber, dass es ganz wichtig ist, dass in Familien über Sorgen und Nöte offen geredet wird, um das Entstehen von Angstgedanken sowie des Gefühl der Hilflosigkeit und des Verlassenseins bei Kindern zu verhindern.

Dem Anhören des Hörbuchs sollte immer ein Gespräch über das Gehörte folgen. Das Thema könnte im Religions- oder auch im Ethikunterricht behandelt werden. Auch in der Schulberatung kann dieses Hörbuch eine Hilfe sein, um das schwierige Thema Suchterkrankung niederschwellig zu besprechen.

 

Gattung

  • Kurzprosa, Erzählungen, Textsammlungen, Tagebücher

Sachbuchkategorie

  • Philosophie, Religion, Menschsein

Hörbuchkategorie

  • Hörbuch ohne Textveränderung

Zielgruppe

Kinder

Eignung

als Klassenhörbuch geeignet und zum Vorlesen

Altersempfehlung

Jgst. 4 bis 6

Fächer

  • Familien- und Sexualerziehung
  • Gesundheitserziehung

FÜZ

  • Alltagskompetenz und Lebensökonomie
  • Werteerziehung
  • Familien- und Sexualerziehung

Erscheinungsjahr

2022

ISBN

9783868476385

Umfang

33 Minuten

Medien

  • Buch
  • Hörbuch