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J. L. Carr: Die Lehren des Schuldirektors George Harpole

Besprechung

Hintergründig-britischer Humor und Menschenfreundlichkeit zeichnen den Autor und auch dieses Buch aus. J. L. Carr hat selbst als Lehrer gearbeitet und das merkt man diesem Buch an; er kennt das fragile Geflecht zwischen Lehrernn, Vorgesetzten, Kollegen, Schülern und Eltern, und er beschreibt es warmherzig, humorvoll und feinfühlig.

Ort und Zeit der Handlung: England, 50er-Jahre. George Harpole, ein Mittdreißiger, ist für eine begrenzte Zeit Direktor der Schule St Nicholas, und muss sich hier behaupten. Die Sache wird durch Harpoles Festhalten an seinen menschenfreundlichen Ansichten nicht einfacher. Ansprüche und Forderungen von jeder Seite machen ihm zu schaffen, natürlich gibt es auch eine Kollegin, der er nicht neutral gegenübersteht, und all das wird in ungewöhnlicher Form erzählt, nämlich mit Hilfe von Briefen, Beobachtungen von außen und Tagebucheinträgen. Ein kluges und sehr vergnügliches Buch über die Institution Schule und einen sympathisch-überzeugenden Charakter.

Didaktische Hinweise

Als Ganzschrift oder auszugsweise zu empfehlen, auch als Grundlage für Referate oder schriftliche Arbeiten. Folgende Aufgabenstellungen wären möglich:

  • Beschreiben Sie die Entwicklung der Hauptfigur zwischen dem Wunsch nach Anpassung und Anerkennung und ihren persönlichen Überzeugungen.
  • Analysieren Sie die Erzähltechnik des Buches. 
  • Untersuchen Sie, welche Schwierigkeiten innerhalb des Beziehungsgeflechts „Schule“ dargestellt werden und wie Harpole damit umgeht.
  • Charakterisieren Sie die hier auftretenden Lehrertypen.

Gattung

  • Romane

Eignung

themenspezifisch geeignet und zum Vorlesen

Jahrgangsstufen

11 bis 13

Fächer

  • Deutsch
  • Englisch

FÜZ

  • Kulturelle Bildung
  • Soziales Lernen
  • Werteerziehung

Erscheinungsjahr

2019

ISBN

9783832183936

Umfang

287 Seiten

Medien

  • Buch