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Tobias Elsäßer: Linus Lindbergh und der Riss in der Zeit

Besprechung

Linus größter Wunsch ist es, Erfinder zu werden wie sein Vater. Doch seit der letzten Erfindung ist sein Vater spurlos verschwunden. Also muss sich Linus, was Erfinderfragen angeht, mit seinem Opa Anton oder seiner Mutter Anna begnügen, beide hochrangige Erfinder auf ihrem Gebiet. Während sein Großvater sich auf umweltfreundliche Erfindungen spezialisiert hat, interessiert sich seine Mutter Anna mehr für Naturphänomene und deren Kontrolle. Und Linus? Genaugenommen hat Linus bisher noch keine eigene funktionierende Erfindung gemacht. Aber an einer Erfindung ist er ganz nah dran: Ein Traumhelm. Denn seine Mama meint: „Was du träumen kannst, kannst du auch erfinden.“ Also wäre so ein Traumhelm doch eine super Hilfe für angehende Erfinder. Aber leider funktioniert der Helm noch nicht. Für Linus eine fast unerträgliche Situation, denn wie soll er seinen Vater finden, wenn er selbst nichts erfinden kann? Vieles deutet darauf hin, dass das Verschwinden von Peter Lindbergh mit seiner letzten Arbeit zusammenhängt. Und es ist nicht so ganz klar, ob die fiesen Verfolger, die plötzlich auftauchen, mehr hinter Vater Lindbergh oder hinter dessen Erfindung her sind. Zum Glück hat Linus Freunde, die ihn bei seiner Mission unterstützen: Linus' Hund, Captain Einsicht, Riana von Waldenfels und – schließlich handelt es sich ja um eine Erfinderfamilie - Majus, den Haushaltsroboter. Die Lindberghs leben in einem Haus mitten auf dem Flughafen, wo sie mehr geduldet als erwünscht sind. Der Flughafendirektor möchte die Familie unbedingt loswerden, was für zusätzliche Probleme sorgt. Gleich mehrere Rätsel gilt es zu lösen: Können Lindberghs ihr Zuhause behalten? Gelingt es Linus, den Traumhelm in Gang zu bringen? Und vor allem: Können sie Linus Vater wiederfinden? Genug Abenteuer für eine Trilogie!

Didaktische Hinweise

„Linus Lindbergh und der Riss in der Zeit“ schafft den Einstieg in eine spritzige, witzige, liebenswert verrückte Reihe, die sicher nicht nur Jungs der 5. und 6. Jahrgangsstufe begeistern wird. Tobias Elsäßers Jugendbücher wurden bereits mehrfach ausgezeichnet. „Für niemand“, ein Jugendbuch zum Thema „Suizid“ aus verschiedenen Perspektiven, stand beispielsweise auf der Auswahlliste „Die besten 7“. Für seinen Romane „Abspringen“ erhielt der Autor, Journalist und Gesangslehrer 2010 das Kranichsteiner Literaturstipendium. „Linus Lindbergh und der Riss in der Zeit“ ist das erste Kinderbuch des Autors. Er mutet den jungen Leserinnen und Lesern eine wortreich beschreibende Sprache zu, was dem Vorstellungsvermögen entgegen kommt und geübtes Lesen voraussetzt oder schult. Als Klassenlektüre ist der erste Band so angelegt, dass er für sich stehen kann und gleichzeitig neugierig und Lust auf die Fortsetzung macht.

Gattung

  • Fantasy
  • Bücher für Jungs

Eignung

sehr gut als Klassenlektüre geeignet

Altersempfehlung

Jgst. 4 bis 6

Fächer

  • Deutsch

Erscheinungsjahr

2012

ISBN

9783411808083

Umfang

218 Seiten

Medien

  • Buch