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Susanne Ospelkaus: Asmarom und die Superhelden. Eine Actionstory über 5 ungleiche Freunde

Besprechung

In einem Krankenhaus treffen 5 Jugendliche aufeinander, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Dennoch werden sie Freunde und bestehen gemeinsam ein Abenteuer… – geschildert aus wechselnden Perspektiven der Jugendlichen.

Zunächst zu den Personen des Buches:

Asmarom und seine Schwester Noemi sind aus ihrer Heimat Afrika geflohen, weil sie auf ein besseres Leben hofften. Tatsächlich wird Asmarom aber in dem Flüchtlingslager krank und wird schließlich in ein Krankenhaus gebracht, weshalb ihn seine Schwester sucht. Diesem sehr kranken Jungen begegnet Ben, der zum Abnehmen ins Krankenhaus geschickt wurde und froh ist, von seinen Eltern – beides Hartz-IV-Empfänger – wegzukommen. Schon länger im Krankenhaus liegt Tobias, das Opfer eines Brandes, der in der Klinik wiederhergestellt werden soll. Elena hat eine unheilbare Krankheit, weshalb die Ärzte sie zum Versuchsobjekt auserkoren haben, um neue Medikamente an ihr zu testen.

Diese 5 Jugendlichen befinden sich im gleichen Krankenhaus und sollen mit medizinischen Mitteln wiederherstellt bzw. in die gesellschaftlichen Normen eingepasst werden. Allerdings ist dies zugleich das Problem, denn sie alle fühlen sich in gewisser Weise gefangen und möchten daraus entkommen. So kommt es, dass sie mit der Hilfe einer Krankenschwester fliehen und gemeinsam einen Tag in Freiheit und der Gewissheit der gegenseitigen Freundschaft erleben, bevor sich jeder von ihnen seinem unausweichlichen Schicksal stellen muss…

Didaktische Hinweise

Der Roman lässt der Lehrkraft die Möglichkeit, äußerst unterschiedliche Themenfelder im Unterricht zu behandeln in Verbindung mit einem Rahmenthema – dem Abenteuerroman – das für die Lesemotivation der Schülerinnen und Schüler sorgt.

Während Ben eigentlich aus einem sozial problematischen Umfeld kommt – seine Eltern leben von Hartz IV und kümmern sich nicht um den Jungen – gelingt es ihm, in einer Phantasiewelt einzutauchen. Möglich ist das, weil er die Personen seiner Umgebung zu Handelnden eines Comics macht. Und dennoch gelingt es ihm, diesen Rückzugsort aufzugeben, weil er echte Freund findet und mit ihnen gemeinsam ein echtes Abenteuer erlebt. Noemi und Asmaram sind ein Beispiel unbegleiteter Kinder auf der Flucht aus der eigenen Heimat, welche sich vollkommen aneinander hängen, um mit dem Leben in dem Flüchtlingslager überhaupt zurecht zu kommen, wo ihnen niemand hilft. Auch für sie ist die Hilfe, die ihnen die unbekannten Kinder anbieten, überraschend und bietet dennoch einen Weg aus der scheinbar ausweglosen Lage. Tobias hat als entstelltes Brandopfer seine Stellung innerhalb seines Freundeskreises verloren und würde wohl als „Außenseiter“ weiterleben, wenn nicht auch er durch die Freundschaft der unbekannten Jugendlichen erkennen würde, was wirklich wichtig ist im Leben. Elena schließlich ringt mit dem Tod und darf dennoch die Freundschaft von den anderen Kindern erfahren, welche sie nicht als „Aussätzige“ behandeln.

So zeigen sich sehr unterschiedliche Themenbereiche, die dennoch auch für die betreffende Schülerschaft durch eigene Erfahrungen oder aktuelle Pressemeldungen fortwährend aktuell sind und somit verdient haben, im Unterricht angesprochen und behandelt zu werden.

Gattung

  • (Kinder-) Kriminalliteratur, Thriller (Horror, Gruselliteratur)
  • Romane

Sachbuchkategorie

  • Literatur, Lesen, Sprache

Eignung

für die Schulbibliothek empfohlen und zum Vorlesen

Altersempfehlung

Jgst. 6 bis 8

Fächer

  • Deutsch
  • Ethik/Religionslehre (Evang. Religionslehre

FÜZ

  • Familien- und Sexualerziehung
  • Interkulturelle Bildung
  • Kulturelle Bildung
  • Soziales Lernen
  • Werteerziehung

Erscheinungsjahr

2018

ISBN

9783038481560

Umfang

238 Seiten

Medien

  • Buch