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Marianne Musgrove: Als Opa alles auf den Kopf stellte

Besprechung

Kenzie und Thalia leben seit dem Tod ihrer Eltern bei ihrem Großvater Pirat. Der Großvater wird jedoch immer wunderlicher, seitdem er in der Küche gestürzt ist. Dass er nachts heimlich aus dem Haus verschwindet und seine Enkelinnen ihn überall suchen müssen, ist nur eine der vielen turbulenten Ungeheuerlichkeiten. In manchen Momenten hält er Kenzie außerdem für seine Tochter. Schmerzlich müssen die beiden Mädchen erfahren, wie ihr eigenes Leben von der zunehmenden Demenz des Großvaters betroffen ist. Da sie aber auf keinen Fall in die Obhut ihrer älteren Halbschwester geraten wollen, versuchen sie, ihre Lage vor der Außenwelt zu verheimlichen. Dadurch entstehen grotesk-komische, im Kern aber Betroffenheit erzeugende Situationen, die eine harte Bewährungsprobe für die Schwestern darstellen. Der Versuch des Großvaters, das Hausdach zu erklimmen, führt schließlich zur Eskalation. Dass der Großvater in Zukunft in einem Heim betreut wird, kommt nun als Lösung in Betracht und ermöglicht den Kindern, ihren eigenen vernachlässigten Bedürfnissen wieder Raum geben zu können. Aus der kindlichen Ich-Perspektive werden die Not und die Hilflosigkeit angesichts der veränderten Persönlichkeitsstruktur des Großvaters geschildert. Dabei klärt die Geschichte über ein schwieriges Thema auf. Wenngleich die häusliche Situation letztlich das Eingreifen von Erwachsenen notwendig macht, wird dargestellt, wie Kinder an schwierigen Problemen auch wachsen können. Aus dem Englischen von Gabriele Haefs, mit Bildern von Martina Badstuber.

Didaktische Hinweise

Thematischer Vergleich mit dem Bilderbuch: Ulf Nilsson/ Eva Eriksson: Als Oma seltsam wurde (2009)

Gattung

  • Romane

Eignung

sehr gut als Klassenlektüre geeignet

Altersempfehlung

Jgst. 4 bis 5

Fächer

  • Deutsch
  • Ethik/Religionslehre (Evang. Religionslehre

FÜZ

  • Soziales Lernen
  • Werteerziehung

Erscheinungsjahr

2010

ISBN

9783407799715

Umfang

135 Seiten

Medien

  • Buch