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Stefanie Höfler: Die Eroberung der Villa Herbstgold

Besprechung

Frau Oha und Frau Ach haben sich etwas ganz Besonderes für die Kinder der Igel-Gruppe ausgedacht: Sie sollen das Märchen „Hänsel und Gretel“ im Seniorenheim Villa Herbstgold aufführen. Alle sechs Kinder der Igel-Gruppe sind sehr aufgeregt, denn jedes von ihnen verbindet mit der Villa Herbstgold Unterschiedliches: Önder denkt, dort seien nur Omas und Opas, die nicht mehr laufen können. Una hingegen meint, dass dort wie in dem Märchen Hexen seien und fängt an zu weinen. Leslie freut sich auf den Besuch, denn ihr Opa wohnt in der Villa. Und da Leslies Opa ein Holzbein hat, wollen dann doch alle Kinder mit in die Villa Herbstgold. Schließlich müssen sie herausfinden, wie das so mit dem Holzbein ist und ob es dort wirklich Hexen gibt. Zur Not kann Leslies Opa sie ja vor den Hexen beschützen, was dann auch schlussendlich Unas Angst vertreibt. Es wird geprobt und nach drei Wochen ist es endlich soweit. Der Ausflug in die Villa Herbstgold steht bevor und die Kinder ziehen aufgeregt los. Vor Ort werden Frau Oha und Frau Ach von einer Angestellten begrüßt. Diesen Moment nutzen die Kinder, um selbst auf Erkundungstour in der Villa zu gehen. Sie beginnen natürlich zuerst bei Leslies Opa und wollen alle das Holzbein sehen. Nachdem er ihre Neugier befriedigt hat, zeigt er ihnen das Altenheim und Önder merkt, dass man auch trotz Holzbein schnell laufen kann. Ihnen begegnet eine Frau mit langen Silberhaaren, die ihre Zähne im Glas hat und von den Kindern kurzerhand zur Feen-Oma ernannt wird. Bei Frau Ursina entdecken sie deren Geheimversteck mit vielen Süßigkeiten und Yusef zeigt ihnen, wie man in der Villa angeln kann. Nach ihrer Entdeckungstour wird mit den Vorbereitungen für die Märchenaufführung im Garten der Villa begonnen. Die Aufführung wird ein Erfolg und alle Omas und Opas in der Villa Herbstgold sind begeistert. Zufrieden machen sich die Kinder der Igel-Gruppe auf den Heimweg und haben bei all ihren Erlebnissen ganz vergessen herauszufinden, wer denn die Hexe in der Villa Herbstgold ist. Doch das verschieben sie auf den nächsten Besuch.

Didaktische Hinweise

Die Autorin Stefanie Höfler erzählt ihre bezaubernde Geschichte aus der Sicht eines der Kinder aus der Igel-Gruppe: Mit diesem Blick geht die Leserschaft mit dem Ich-Erzähler in die Villa Herbstgold hinein und erlebt auf Augenhöhe einen aufregenden Tag. Man erfährt, wie individuell die Kinder mit den Vorstellungen umgehen, die sie von einem Altenheim haben. Beispielsweise verspürt der Ich-Erzähler immer ein Kitzeln im Bauch, wenn etwas Neues auf ihn zukommt. Auf diese Weise werden die unterschiedlichen Gefühle der Kinder wie Angst, Vorfreude, Neugierde oder auch Langeweile angesprochen, die alle im Laufe des Besuchs in die Einsicht münden, dass die junge Generation Gemeinsamkeiten mit der älteren Generation hat. Diese Erfahrung wird mit einem ausgewogenen Verhältnis von Bild und Text umgesetzt und die Illustrationen von Claudia Weikert unterstützen die Textaussage sensibel und kurzweilig. Das Umschlagbild bietet einen guten Ausgangspunkt für den Einstieg in die Besprechung. Die Schülerinnen und Schüler können anhand von Titel und Layout Mutmaßungen über den Inhalt anstellen. Das Ende des Buches lädt dazu ein, Vermutungen über einen weiteren Besuch in der Villa zu äußern. Im Rahmen einer kreativen Herangehensweise könnten diese Ideen auch bildnerisch umgesetzt werden. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler stets auch die Möglichkeit, im Unterrichtsgespräch ihr mögliches Wissen hinsichtlich der Thematik einzubringen. Darüber hinaus kann das Lesen durch das Vortragen markanter Stellen geübt werden. Das Bilderbuch eignet sich auch für den Vorschulbereich und als Vorlesetext für die ersten Grundschuljahre. 

Gattung

  • Bilderbücher
  • Erstlesebücher

Eignung

als Klassenlektüre geeignet und zum Vorlesen

Altersempfehlung

Jgst. 1 bis 2

Fächer

  • Deutsch
  • Ethik/Religionslehre (Evang. Religionslehre

FÜZ

  • Kulturelle Bildung
  • Soziales Lernen
  • Werteerziehung

Erscheinungsjahr

2022

ISBN

9783407756312

Umfang

34 Seiten

Medien

  • Buch