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Barbara (nach Lessing) Kindermann; Maren (Ill.) Briswalter: Nathan der Weise

Besprechung

Die Handlungsstränge, die vielfach miteinander verflochten sind, werden durch die Bilderfolge in Anlehnung an eine Theateraufführung stark auf die unterschiedlichen Schauplätze bezogen. Mit Buntstiften sind diese Bilder sehr fein und detailliert gezeichnet, geben viel von Zeit- und Lokalkolorit wieder und regen Schüler zu eigenen Zeichnungen an. Die Bilder laden geradezu zum Augenspaziergang durch die Räume ein, in denen noch heute existierende Bauwerke und Landschaften auftauchen. Kleidung und Ausstattung fügen viel Märchenhaft-Opulentes hinzu. Für Kinderaugen sind die schönen Bilder sicher interessant und informativ, der Text dagegen bereitet Mühe. Vorlesen ist nötig, um die Sprache Lessings, die teilweise wörtlich zitiert und dann in Kursivschrift hervorgehoben wird, zum Klingen zu bringen. Es sind allerdings zusätzlich viele Informationen erforderlich, um das Geschehen plastisch vorstellbar zu machen.

Die Geschichte sollte zudem in Abschnitten zum Teil gelesen, zum Teil erzählt werden, um die Aufmerksamkeit nicht erlahmen zu lassen. Es sind wohl nur einzelne Schülerinnen und Schüler, die ein spezielles Interesse an Geschichte, Kunst und Literatur haben, die nach einem Impuls der Lehrkraft das Buch vollständig lesen werden. Doch es gibt sicherlich auch ältere Schülerinnen und Schüler, die sich mit Hilfe des Bilderbuches einzelne Szenen nochmals nach der Lektüre des Lessingschen Stückes vor Augen führen.

Didaktische Hinweise

Gattung

  • Bilderbücher
  • Dramen

Eignung

für die Schulbibliothek empfohlen

Jahrgangsstufen

6 bis 13

Fächer

  • Deutsch
  • Ethik/Religionslehre (Evang. Religionslehre
  • Geschichte

Erscheinungsjahr

2003

ISBN

9783934029159

Umfang

34 Seiten

Medien

  • Buch
  • E-Book