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Kathrin Schmidt: Du stirbst nicht

Besprechung

In der dritten Person, aber ausschließlich aus der Sicht der etwa vierzigjährigen Helene erlebt der Hörer den mühsamen Weg einer nach einem geplatzten Aneurysma Operierten, wie sie Sprache und Gedächtnis wieder zu erobern versucht. Quälend langsam geschieht das einerseits, in wohl gewählten Worten andererseits, was der Erzählperspektive widerspricht. Mit der Protagonistin erfährt man, dass sie am Tag des Zwischenfalls sich eigentlich von ihrem Mann trennen wollte. Eine beklemmende Vorstellung: halb gelähmt, unfähig sich selbstständig zu bewegen, jeden Tag Besuch von einem Partner zu bekommen, ohne zu wissen, welche Gefühle man ihm gegenüber eigentlich hat. Doch das ist nicht genug. Bald erinnert sich Helene, dass sie sich in Viktor verliebt hat, der sich durch Geschlechtsumwandlung in Viola verwandelt hat. Kathrin Schmidt hat für diesen Romane den Buchpreis 2009 bekommen. Eva Matthes liest unprätentiös und angemessen sachlich.

Didaktische Hinweise

Als zeitgenössischer Romane über die Zeit um die Wende zumindest in Ausschnitten für die Analyse von Sprechen über Sprachlosigkeit für die Oberstufe brauchbar. Die fächerübergreifenden Bildungs- und Erziehungsziele „Alltagskompetenz und Lebensökonomie“ sowie „Gesundheitsförderung“ lassen sich durch dieses Buch thematisieren.

Gattung

  • Romane

Eignung

in Auszügen geeignet

Altersempfehlung

Jgst. 11 bis 12

Fächer

  • Deutsch
  • Ethik/Religionslehre (Evang. Religionslehre

Erscheinungsjahr

2010

ISBN

9783899643787

Umfang

Seiten

Medien

  • Buch
  • Hörbuch