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Gudrun Likar: Prinzessin Fibi und das Zauberei

Besprechung

Prinzessin Fibi wohnt mit ihrer Familie in einem Schloss. Jedes Jahr bekommen sie Besuch von Gauklern. Sie bringen Fibi immer ein Geschenk mit. Dieses Jahr ist es ein Zauberei. Obwohl Fibi nicht an Zauberei glaubt, beschließt sie, es nach einigem Protest der Köchin im Wärmefach des Backofens auszubrüten. Genau am 49. Tage beginnt die Eischale zu brechen und ein winzig kleines Drachenkind kommt zum Vorschein. Völlig klar, dass Fibi das Drachenkind behalten will. Die beiden werden unzertrennliche Freunde, aber leider steckt der kleine Drache so allerhand beim Feuerspucken in Brand. Als der Pferdstall in Flammen steht, ist klar, dass der kleine Drache mit dem Namen „kleiner Pusterich“ nicht bleiben kann. Und Fibi hat auch eine Idee: Gemeinsam mit dem kleinen Pusterich bastelt Fibi einen Heißluftballon. Eines Tages fliegt Fibi schweren Herzens mit dem kleinen Drachen in das Tal der Drachen. Dort gefällt es dem kleinen Pusterich so gut, dass er dortbleiben mag. Sehr traurig, aber auch erleichtert, verabschiedet sich Fibi von ihrem Freund, fährt mit dem Ballon wieder nach Hause, aber beschließt, ihren liebgewonnenen Freund bald zu besuchen.

Didaktische Hinweise

„Prinzessin Fibi und das Zauberei“ ist der 5. Band der Reihe um Prinzessin Fibi von der Autorin Gudrun Likar. In der Erstlesereihe des Tulipans Verlags erschienen, zeichnet sich diese Ganzschrift formal durch seine große, gut lesbare Druckschrift, überwiegend einfache, kurze Sätze und einen relativ elementaren Wortschatz aus. Die Erzählung besitzt lediglich einen Erzählstrang, der Handlungsverlauf ist doch recht vorhersehbar und ist damit für junge Leser gut nachvollziehbar. Insgesamt erzählt Gudrun Likar witzig, charmant und sehr einfühlsam von Freundschaft und Abschied. Die Illustrationen von Sabine Büchner unterstreichen den Textinhalt auf besondere Weise. Detailreich, originell und farbenfroh nehmen sie den Textinhalt auf und fabulieren ihn teilweise weiter aus. Insgesamt ein wirklich empfehlenswertes Buch für fortgeschrittene Erstleser.

Auch wenn die Protagonistin ein Mädchen ist, dürfte das Buch „Prinzessin Fibi und das Zauberei“ grundsätzlich Mädchen wie Jungen gleichermaßen gefallen. So ist Prinzessin Fibi keine klassische Prinzessin, sondern gleicht viel eher einem Lausbuben und auch ihr Abenteuer mit dem kleinen feuerspeienden Drachen erfreut bestimmt beide Geschlechter. Für die Schülerbücherei empfiehlt es sich, die ganze Prinzessin Fibi-Reihe anzuschaffen: Einmal in den Bann gezogen, freut man sich bereits auf das nächste Fibi-Abenteuer. Auch als Vorlesebuch oder Klassenlektüre für Schüler und Schülerinnen Ende der 1. Klasse bis Anfang der 3. Klasse (je nach Leseniveau) eignet es sich inhaltlich bestens. Von Nachteil ist allerdings, dass dieses Buch komplett auf Seitenzahlen verzichtet, sodass das Stellen vor Arbeitsaufträgen für die individuelle Bearbeitung nicht ganz leichtfallen dürfte. Insgesamt bietet sich das Buch vor allem auch durch seine Kürze gut an, um das Buch abschnittsweise in Lesetandems zu lesen, so dass in einem ersten Schritt die Leseflüssigkeit trainiert werden kann. Auch könnte nach dem „Training“ eine Hörfassung in Form eines Bilderbuchkinos aufgenommen werden. Für etliche Buchausschnitte bieten sich zudem vielfältige handlungs- und produktionsorientierte Möglichkeiten der Weiterarbeit an.

Gattung

  • Erstlesebücher

Eignung

für die Schulbibliothek empfohlen und zum Vorlesen

Jahrgangsstufen

1 bis 3

Fächer

  • Deutsch
  • Ethik/Religionslehre (Evang. Religionslehre

FÜZ

  • Alltagskompetenz und Lebensökonomie
  • Soziales Lernen
  • Werteerziehung

Erscheinungsjahr

2018

ISBN

9783864293443

Umfang

48 Seiten

Medien

  • Buch