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Hans-Joachim Carlitscheck: Alyssa – Tochter der Kimmerier. Eine historische Erzählung

Besprechung

Alyssa trägt trotz ihrer Jugend bereits den Ehrentitel „Tochter der Kimmerier“, der ihr nach dem Brauch ihres Nomadenvolks auf der Schulter eingebrannt wird. Weil sie die Tochter des Dorfhäuptlings ist, darf sie im Unterschied zu den anderen Mädchen ihres Volkes alles lernen, was Männer können müssen: reiten, jagen, mit Pfeil und Bogen und mit dem Kurzschwert kämpfen. Eines Tages wird Alyssas Dorf von Skythen niedergebrannt, alle Einwohner sterben, auch Alyssas Vater. Nur Alyssa gelingt auf ihrem Pferd Panurgos die Flucht. Sie schlägt sich bis zum Schwarzen Meer durch. Ihr Ziel ist Kleinasien. Dort sollen, so hat sie gehört, noch Angehörige ihres Volkes leben. Auf ihrer Reise lernt Alyssa eine griechische Kaufmannsfamilie kennen. Der reiche Händler Philippos begleitet Alyssa auf ihrer Reise und bringt sie sicher nach Milet. Alyssa muss erfahren, dass ihr Volk alles andere als beliebt ist, denn die Kimmerier haben das Land der Lydier erobert, die Hauptstadt Sardes zerstört und bedrohen nun auch die griechischen Städte an der kleinasiatischen Küste. Alyssa gelingt es, mit ihrem König zu sprechen. Zwar kann sie ihn nicht davon überzeugen, weniger kriegerisch vorzugehen, aber sie wird von ihm zur Botschafterin ihres Volkes ernannt und kehrt deshalb zu Philippos und seiner Familie nach Milet zurück.

Didaktische Hinweise

Nicht nur Alyssa lernt viel über die griechische Kultur und die Völker Kleinasiens im 7. Jahrhundert v. Chr., sondern auch die Leser*innen. Ein ausführliches Begriffsglossar und eine Zeittafel erleichtern das Verständnis. Obwohl die Handlung spannend ist und die Bräuche der Kimmerier auch abgebrühte Dreizehnjährige unserer Zeit verblüffen werden, verzaubert der Roman seine Leser nicht. Das liegt hauptsächlich an den langen und umständlichen Dialogen und an der Wiederholung bereits bekannter Informationen. Geschichtsbegeisterte Jungen und Mädchen werden Alyssa trotzdem mögen und sie gerne auf ihrer Reise begleiten. Eine Beschäftigung mit dem nicht sehr bekannten Volk der Kimmerier lohnt sich auf jeden Fall. Als Referatthema für geschichtlich interessierte Leserinnen und Leser.

Gattung

  • Romane

Eignung

als Klassenlektüre geeignet

Altersempfehlung

Jgst. 6 bis 7

Fächer

  • Deutsch
  • Geschichte

FÜZ

  • Kulturelle Bildung

Erscheinungsjahr

2010

ISBN

9783831614554

Umfang

302 Seiten

Medien

  • Buch