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Pija Lindenbaum: Mia schläft woanders

Besprechung

Mia darf zum ersten Mal bei ihrer Freundin Cerisia übernachten und ist entsprechend freudig aufgeregt. So herrlich, wie sie es sich vorgestellt hat, wird es jedoch nicht. Die ungewohnte Umgebung, die herrische Art der Freundin, die fremde Familie, die Haustiere und das ungewohnte Essen lassen Mia am Ende ein ernüchterndes Resümee ziehen: „Jetzt hab ich woanders übernachtet. So supertoll war es nicht.“ Mit großen Farbflächen und verzerrten Perspektiven gelingt es der Illustratorin beeindruckend, die kindliche Weltsicht einzufangen. Die Erwachsenen und die Räume sind im Vergleich zu den Kindern viel größer dargestellt, als es der Realität entspricht, nur die Uroma liegt noch kleiner in ihrem Bett. In dem Bild, das zeigt, wie Cerisia sich ein weiteres Eis holt, ohne Mia etwas abzugeben, wird auch diese Ungleichheit durch die unterschiedliche Größendarstellung aufgegriffen. Die Farben sind gedämpft und vorwiegend aus der warmen Farbpalette, die Gesichter überzeichnet. Die Jury, die das Bilderbuch für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2012 nominiert hat, schreibt unter anderem: „Zahlreiche skurrile Details machen das Bilderbuch zu einem großen Schauspaß. Eine ganz alltägliche Kindererfahrung wird in Mia schläft woanders gegen den Strich gebürstet und Mias Erleben in beeindruckende Bilder und einen klugen Text gefasst."

Didaktische Hinweise

Das Bilderbuch eignet sich für Kindergarten und Eingangsstufe der Grundschule zum Vorlesen und Betrachten. Die in der Besprechung erwähnten Vorzüge können im Deutsch- und Kunstunterricht thematisiert und für eigene Schreib- und Malerfahrungen auch von älteren Kindern genutzt werden, zum Beispiel bei Traumgeschichten.

Gattung

  • Bilderbücher

Eignung

für die Schulbibliothek empfohlen

Jahrgangsstufen

1 bis 2

Fächer

  • Deutsch
  • Kunst (Fachzeichnen)

Erscheinungsjahr

2011

ISBN

9783789175466

Umfang

40 Seiten

Medien

  • Buch