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Petronius; Kurt (Übers.) Steinmann: Satyricon. Ein antiker SchelmenRomane

Besprechung

Der lediglich fragmentarisch erhaltene Schelmenroman, der mit ziemlicher Sicherheit dem Politiker und Lebemann Titus Petronius Arbiter, Neros Berater in Geschmacksfragen, zugeschrieben wird, erzählt vom jungen Studenten und Schnorrer Enkolpius, der sich zusammen mit dem hübschen Knaben Giton auf eine „Odyssee“ durch die verschiedensten Landstriche und Gesellschaftsschichten des Römischen Reiches begibt, um den Verlust seiner Potenz – die Rache des erzünten Gottes Priapos – beheben zu lassen. Der Roman bietet einen Querschnitt nicht nur durch die Sprache verschiedener Gesellschaftsschichten und die Themen- und Motivgeschichte, sondern auch durch die Gattungsgeschichte der abendländischen Literatur. Das Kernstück des Erhaltenen, das pompöse Gastmahl des neureichen Freigelassenen Trimalchio, zählt inzwischen zum lateinischen Lektürekanon in der gymnasialen Oberstufe. Mit ihren zahlreichen Anmerkungen und dem informativen Nachwort genügt diese hübsche und handliche Ausgabe den Ansprüchen eines interessierten Lesers, ist aber aufgrund der fehlenden Kapitelzählung im Text für die Schulbibliothek nur bedingt geeignet. Die relativ wörtliche Übersetzung findet witzige Entsprechungen für Trimalchios sprachliche Exzesse und macht die ironische Kritik des Erzählers, die sich häufig zwischen den Zeilen findet, auch für den Laien erkennbar. Sie bietet sich für einen Übersetzungsvergleich mit der Fassung von Wilhelm Ehlers (Artemisverlag 1983) an.

Didaktische Hinweise

 

 

Gattung

  • Romane

Eignung

für die Schulbibliothek empfohlen

Altersempfehlung

Jgst. 12 bis 13

Fächer

  • Latein

FÜZ

  • Soziales Lernen

Erscheinungsjahr

2004

ISBN

9783717520504

Umfang

379 Seiten

Medien

  • Buch