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Chris van Allsburg: Die Geheimnisse von Harris Burdick

Besprechung

Um dieses Buch gibt es viele Geheimnisse: Chris van Allsburg behauptet, die Bilder bei einem Kinderbuchverleger gefunden zu haben, unter dem Namen Harris Burdick, versehen mit vieldeutigen Unterschriften, die einladen zum Weiterspinnen. Die amerikanische Erstauflage liegt 25 Jahre zurück und Chris van Allsburg hat mittlerweile selbst Furore gemacht mit dem „Polarexpress“, ein Buch, das in den USA mehr als vier Millionen mal verkauft wurde und auch in Deutschland Preise bekam. Mit „Die Geheimnisse von Harris Burdick“ liegt ein Buch vor, das aus dem üblichen Kinderbuchmarkt herausragt: Die Illustrationen sind photorealistisch grau in grau gehalten und laden ein zum genaueren Hinsehen. Teils werden gruselige Situationen dargestellt, etwa wenn aus dem Buch, das eine Schlafende vor sich liegen hat, merkwürdige Pflanzen herauswachsen und die Unterschrift lautet: „Er hatte sie vor diesem Buch gewarnt.“ Teils finden sich aber auch skurrile-lustige Szenen, etwa in dem Bild einer amerikanischen Weihnachtskulisse, bei dem das Haus gerade abhebt („Es war ein Bilderbuchstart.“). Auf jeden Fall hat jedes einzelne Bild seine eigene Faszinationskraft, die Kinder wie Erwachsene zum Phantasieren einlädt. Anders als im klassischen Bilderbuch sind dabei die Erwachsenen den Kindern nicht in ihrem Wissen voraus, denn wer kann schon sagen, was „richtig“ ist, wenn Surreales dargestellt wird?

Didaktische Hinweise

Das Buch eignet sich in seiner Offenheit auch für die Schule, für alle Klassenstufen, natürlich im Kunstunterricht zur Anregung eigener Erzählbilder und zur Bildbeschreibung, besonders aber im Deutschunterricht, wo das freie Schreiben ausgehend von den anregenden Bildern geübt werden kann.

Gattung

  • Bilderbücher

Eignung

für die Schulbibliothek empfohlen

Jahrgangsstufen

1 bis 13

Fächer

  • Deutsch
  • Kunst (Fachzeichnen)

Erscheinungsjahr

2012

ISBN

9783551517838

Umfang

32 Seiten

Medien

  • Buch