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Julian Nida-Rümelin, Nathalie Weidenfeld: Digitaler Humanismus. Eine Ethik für das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz

Besprechung

In dem Buch mit dem Titel „Digitaler Humanismus. Eine Ethik für das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ setzen sich die beiden Autoren Julian Nida-Rümelin und seine Ehefrau Nathalie Weidenfeld mit aktuellen Fragen der Digitalisierung auseinander. Dabei steht für die beiden Autoren eine zentrale Frage im Mittelpunkt: Können Künstliche Intelligenzen und Menschen jetzt oder vielleicht zukünftig miteinander gleichgesetzt werden? Ihre Antwort lautet: „Nein“, denn der Mensch ist und bleibt etwas Besonderes. Als Begründung entwickeln Rümelin und Weidenfeld das Konzept eines „digitalen Humanismus“. Anders als Menschen können Künstliche Intelligenzen nicht autonom handeln, da sie vorgeschriebenen Programmen folgen. Menschen verfügen hingegen über die Fähigkeit, Gründe abzuwägen und ihre Handlungen danach auszurichten. Außerdem fehle es Maschinen an moralischer Urteilskraft. Eine ethisch-moralische Trennung von Mensch und Maschine ist aus diesem Grund, zumindest vom heutigen Standpunkt aus, alternativlos. Der Grund liegt in der Sache selbst: Würde man Mensch und Maschine gleichsetzten, hieße das, dass man der KI wie dem Menschen ein Selbstbestimmungsrecht zugestehen müsste, dann dürfte man sie aber auch nicht manipulieren oder ihr vorschreiben, was sie zu tun hätte. Man müsste Maschinen wie dem Menschen ihre Würde zugestehen und – konsequent zu Ende gedacht – diesen auch Grund- und Menschenrechte einräumen, so die These von Julian Nida Rümelin und Nathalie Weidenfeld.

Didaktische Hinweise

Julian Nida-Rümelins und Nathalie Weidenfelds Gedanken zum „digitalen Humanismus“ können gerade den Ethikunterricht der Oberstufe sehr bereichern. Ein besondern Gewinn ist hierbei, dass die beiden Autoren ihre Thesen anschaulich anhand vom Filmen wie „Blade Runner“, „Matrix“, „I, Robot“ u. a. präsentieren und erklären – Filme, die das Verhältnis von Mensch Maschinen thematisieren und dabei zeigen, welche Ängste oder Hoffnungen Maschinen erzeugen können. Zum Einsatz von Filmen in Ethikunterricht Zum Einsatz von „Matrix“ im Unterricht vgl.: „Philosophie im Film“ (Buchner-Verlag).

 

 

 

Gattung

  • Sachbücher

Sachbuchkategorie

  • Philosophie, Religion, Menschsein

Eignung

themenspezifisch geeignet

Jahrgangsstufen

10 bis 13

Fächer

  • Ethik/Religionslehre (Evang. Religionslehre
  • Medienerziehung

FÜZ

  • Medienbildung/Digitale Bildung
  • Kulturelle Bildung
  • Soziales Lernen

Erscheinungsjahr

2018

ISBN

9783492058377

Umfang

224 Seiten

Medien

  • Buch