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Quint Buchholz: Im Land der Bücher

Besprechung

Quint Buchholz, durch seine Bilderbuch des magischen Realismus wie „Schlaf gut, kleiner Bär“ (1993), „Der Sammler der Augenblicke“ (1997) oder „Wer das Mondlicht fäng“ (2001) bekannt geworden, hat nun ein Plädoyer für das Buch in Bildern, einen „Reiseführer ins Reich der Lesenden“ verfasst. Bücher helfen beim Überleben, sie sind Haus, Bett, Fernglas oder Schirm. In einfachen, poetischen Bildern stellt Buchholz die Faszination des Lesens in den Mittelpunkt. Besonders eindrücklich ist die Kombination von surrealen Bildern mit dem Text des Buches, das in einfachster Parallelität die Besonderheiten der Leser/-innen aufzählt: Beginnend mit „Eine von uns springt ins Abenteuer“ (Eine Frau springt ins Meer, gefolgt von einem fallenden Buch) bis zum Schlusssatz "Einer von uns steigt durch dicke Bände weit hinauf ans hohe Himmelszelt. Was er sucht und gerne einmal fände, ist der Blick auf diese ganze ...„ – erst wer umblättert, findet das Reimwort “Welt" im Bild – ein Buch, das wie unsere Erde im All schwebt. Erst auf den zweiten Blick wird deutlich, dass sich die einzelnen Sätze im Kreuzreim reimen und einen eigenen Rhythmus aufweisen. Die Bilder sind keine reinen „Abbildungen“ des Textes, sondern ergänzen ihn durch weitere Informationen, ja widersprechen ihm manchmal ironisch. Informationen zum Illustrator finden sich bei: www.quintbuchholz.de

Didaktische Hinweise

Angesichts der Diskussion um das E-Reading ist Buchholz´ Bilderbuch eine Anregung, sich mit dem alten Medium Buch auseinanderzusetzen. Es regt dazu an, sich weitere Bilder auszudenken, Text und Bild getrennt zu rezipieren und selbst zu ergänzen. Diese Aufgaben sind sowohl für den Deutsch- wie auch den Kunstunterricht von Interesse.

Gattung

  • Bilderbücher

Eignung

für die Schulbibliothek empfohlen

Jahrgangsstufen

1 bis 13

Fächer

  • Deutsch
  • Kunst (Fachzeichnen)

Erscheinungsjahr

2013

ISBN

9783446243200

Umfang

64 Seiten

Medien

  • Buch