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Lois Lowry: Hüter der Erinnerung

Besprechung

Der 12-jährige Jonas lebt in einer Welt der völligen Verplanung ohne Schmerz, ohne Emotion und ohne Erinnerung. Dieses Leben ist in gewisser Weise perfekt, angenehm und bequem, aber eines Tages wird Jonas zum „Hüter der Erinnerung“ ausgewählt. Denn einer muss die Last des kollektiven Gedächtnisses tragen, einer muss wissen um das, was es früher gegeben hat, nämlich Güte, Liebe, Schönheit auf der einen und Schmerz, Wut, Trauer und Böses auf der anderen Seite. Diese Erfahrungen sind für Jonas so eindrücklich und erweitern seinen Horizont so sehr, dass er die Gnadenlosigkeit und Unmenschlichkeit seiner verordnet perfekten Welt durchschaut und aus dieser Welt flüchtet.

Didaktische Hinweise

Das Buch ist längst ein Klassiker in der Schule geworden – zu Recht, es ist spannend und thematisiert wichtige Fragen nach dem Zusammenhang von Freiheit, Verantwortung, Glück und Unglück. Manches erscheint etwas plakativ, aber wohl eher einem erwachsenen Leser oder einem jugendlichen Vielleser. Für die meisten Schülerinnen und Schüler ist das Buch gut geeignet. Das Buch ist sowohl als Anschaffung für die Schulbibliothek als Leseangebot wie auch als Lektüre in der Klasse zu empfehlen. Unterrichtsmaterialien dazu können bei dtv heruntergeladen werden, außerdem gibt es Videobeiträge wie Filmtrailer in der Mediathek. Sicher lohnt es sich, den Film nach der Lektüre anzusehen und Gemeinsamkeiten oder Unterschiede herauszuarbeiten. 

Alle hier rezensierten Werke von Lois Lowry

Gattung

  • Science-Fiction
  • Romane

Eignung

sehr gut als Klassenlektüre geeignet

Altersempfehlung

Jgst. 7 bis 10

Fächer

  • Deutsch
  • Zusätzliche Fächer (Fachunterricht)

FÜZ

  • Werteerziehung

Erscheinungsjahr

2014

ISBN

9783423782258

Umfang

272 Seiten

Medien

  • Buch
  • Film