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Andreas Schlüter; Irene Margil: Freiwurf

Besprechung

Die elf- bis zwölfjährigen sportbegeisterten Freunde und Schulkameraden Michael, Linh, Ilka, Jabali und Lennart nennen sich die fünf Asse. Wie die Namen schon andeuten, kommen sie aus verschiedenen Ländern oder besitzen einen sogenannten Migrationshintergrund: Michael aus den USA ist Athlet, Linh, deren Eltern aus Vietnam stammen, ist Kämpferin, die Schwimmerin Ilka kommt aus Australien, hat aber deutsche Eltern, Jabali aus Südafrika ist Läufer und Lennart aus Deutschland ein Ballkünstler. In diesem Band der Sport-Krimireihe geht es um Handball. Wie auch ihre ungeliebten sportlichen Gegner der benachbarten Sportschule haben die fünf Asse die Aufgabe, eine Gruppe von behinderten Kindern aus der neuen integrativen Schule auf ein Handballturnier vorzubereiten. Die Behinderungen ihrer sieben Schützlinge sind unterschiedlich. Rianna ist mit ihren Spezialbeinprothesen eine super Sportlerin, zwei weitere Kinder sind Rollstuhlfahrer, zwei geistig behindert und zwei haben das Down-Syndrom. Daraus eine Handballmannschaft zu machen, ist natürlich keine leichte Aufgabe, aber mit Riannas Hilfe gelingt es ihnen recht gut. Eine weitere Mannschaft wird von Bäckermeister Bremer trainiert und gesponsert. Doch er belügt seine eigenen Sportler und manipuliert den Spielverlauf. Um eigene Spenden einzutreiben, veranstalten die fünf Asse mit ihrer Gruppe einen Flohmarkt. Ihre Einnahmen werden jedoch gestohlen – der Dieb ist ausgerechnet der Bäcker. Mit Hilfe der behinderten Sportler gelingt es den fünf Assen, ihn zu überführen.

In dieser temporeich und spannend erzählten Geschichte vermischen sich nicht nur die Krimi- und die Sporthandlung, der Leser erfährt auch einiges über den angemessenen Umgang mit behinderten Menschen. Dem Autorenduo gelingt es, diese inhaltliche Fülle zu einer dichten, aber nicht überladenen Geschichte zusammenzufügen, bei der man als Leser/-in immer den Überblick behält. Abgesehen von einem kleinen Daumenkino am Seitenrand, wird auf Illustrationen verzichtet.

Didaktische Hinweise

Das Buch ist sehr gut geeignet für Jungen und Mädchen ab der dritten Klasse, die gerne Krimis lesen und/oder sich für Sport interessieren. Die soziale Komponente lässt sich bei der Verwendung als Klassenlektüre in der dritten oder vierten Jahrgangsstufe mit der Realität in Beziehung setzen. Eigene Erfahrungen von Kindern mit Menschen mit Behinderung können eingebracht, Informationen aus Büchern oder dem Internet ergänzend genutzt, Vorurteile berichtigt werden. Ein Ansatzpunkt wäre auch, Kontakt mit einem Heilpädagogischen Zentrum aufzunehmen.

Gattung

  • (Kinder-) Kriminalliteratur, Thriller (Horror, Gruselliteratur)
  • Bücher für Jungs

Eignung

themenspezifisch geeignet

Altersempfehlung

Jgst. 3 bis 4

Fächer

  • Deutsch
  • Ethik/Religionslehre (Evang. Religionslehre
  • Sport

Erscheinungsjahr

2010

ISBN

9783423714143

Umfang

139 Seiten

Medien

  • Buch
  • E-Book