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Nick Burd: Die Wonnen der Gewöhnlichkeit

Besprechung

Dade befindet sich in seinem letzten Sommer auf der High-School in Cedarville im Staat Iowa. Er ist ein normaler Teenager, der auf Partys geht, Alkohol trinkt und manchmal Drogen konsumiert. Und er schläft heimlich mit seinem Mitschüler Pablo. Dieser hat allerdings eine Freundin und tut dann auch in der Öffentlichkeit so, als kenne er Dade gar nicht. Auf einmal findet sich Dade jedoch in ein anderes Leben hineinkatapultiert: Zum einen kriselt es in der Beziehung seiner Eltern. Sein Vater hat eine Freundin und die vorher schon unterschwellig vorhandenen Probleme von Dades Eltern kochen hoch. Außerdem lernt Dade einen anderen Jungen kennen: Alex, in den er sich sofort verliebt. Und schließlich ist da noch die schlagfertige, selbstbewusste Nachbarin Lucy, die aus L. A. nach Cedarville geschickt wurde, um dort vor dem Trubel der Großstadt geschützt zu werden. Erst durch die Gespräche mit der lesbischen Lucy lernt Dade schließlich zu akzeptieren, dass er schwul ist. Sie zeigt ihm, worauf es ankommt: Glück, Freiheit und den Mut, ehrlich zu sich und anderen zu sein. Nick Burd schreibt unaufgeregt und solide, er ist ein guter Erzähler, hat vor allem ein Gespür für Menschen, die er gut zu fassen versteht. Die Handlung könnte jedoch ab und zu noch ein bisschen mehr Dramatik vertragen. Nick Burds in Amerika mit mehreren Preisen dekorierter und von Wolfram Ströle ins Deutsche übersetzte Debüt-Romane ist eine klassische Coming-out-Geschichte, in der die Entwicklung eines jungen Mannes, der erst noch zu sich finden muss, geschildert wird.

Didaktische Hinweise

 

 

Gattung

  • Romane

Eignung

für die Schulbibliothek empfohlen

Altersempfehlung

Jgst. 10 bis 13

Fächer

  • Deutsch

FÜZ

  • Alltagskompetenz und Lebensökonomie
  • Gesundheitsförderung
  • Soziales Lernen

Erscheinungsjahr

2011

ISBN

9783423248808

Umfang

318 Seiten

Medien

  • Buch