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Catherine Clément: Theos Reise

Besprechung

Theo lebt in Paris, er stammt aus der Ehe einer Griechin mit einem Franzosen; ansonsten ist er ein außergewöhnlich interessierter, aufgeweckter, (bisweilen ans Unwahrscheinliche grenzend) altkluger Junge, der Bücher über das alte Ägypten oder über griechische Mythologie genauso verschlingt wie das tibetanische Totenbuch. Daneben löst er täglich Rätsel an einem Computerspiel. Seine Eltern machen sich Sorgen, dass er den Bezug zur Alltagsrealität verlieren könnte. Zum Glück gibt es da noch Fatou, Theos lebensfrohe senegalesische Freundin .Eines Tages erfährt die Familie jedoch, dass Theo todkrank ist – obwohl Theo nichts Genaues weiß, ahnt er, dass er in Lebensgefahr schwebt. Als Retterin erscheint da die lebenstüchtige und unkonventionelle Tante Marthe, die Theo zu einer Weltreise zu den Religionen einlädt. Auf dieser erfährt er in spielerischer Weise nach und nach entlang der Stationen Jerusalem, Kairo, Rom, Delhi, Benares, Jakarta, Tokio, Kioto, Moskau, Istanbul, Dakar, Lissabon, Rio bzw. Bahia, New York und Prag nicht nur die Grundzüge der jeweiligen religiösen Richtungen, sondern lernt auch Menschen unterschiedlichster Glaubensvorstellungen und Lebensweisen kennen. Daneben nimmt er an den wichtigsten religiösen Festen und Riten vom Judentum bis zum Islam, vom Buddhismus bis zum Schamanismus usw. teil. Das ganz im Sinne von „Sophies Welt“ für den Bereich der Philosophie angelegte Buch läuft natürlich nicht nur zu auf den Gedanken der Toleranz aller Religionen, sondern eröffnet dem jugendlichen Leser am Ende auch einen positiven Ausblick auf das weitere Schicksal Theos.

Didaktische Hinweise

Im Hinblick auf die einerseits oft erstaunliche Unkenntnis vieler junger Leser in religiösen Fragen, andererseits aber auch hinsichtlich ihres grundsätzlichen spirituellen Interesses eröffnet das Buch ein zwar aufgrund der Materie zwangsläufig nicht immer ganz einfaches, aber dennoch durchgehend gut lesbares Kompendium, eine Art „Grundwissen“ in Sachen Religionen. Obwohl die Materie äußerst komplex ist und daher wohl an eine umfassende Ganzschriftlektüre zumindest im Deutschunterricht nicht zu denken sein dürfte, sollte zumindest an fächerübergreifenden Einsatz gedacht werden. – Auch Religionslehre und Ethik.

Gattung

  • Romane

Eignung

für die Schulbibliothek empfohlen

Altersempfehlung

Jgst. 8 bis 9

Fächer

  • Deutsch
  • Ethik/Religionslehre (Evang. Religionslehre

FÜZ

  • Soziales Lernen

Erscheinungsjahr

2001 (1998)

ISBN

9783423128879

Umfang

713 Seiten

Medien

  • Buch