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Daniel Mendelsohn: Eine Odyssee. Mein Vater, ein Epos und ich

Besprechung

Jay Mendelsohn, pensionierter Mathematiker, ist 81 Jahre alt. Zur Überraschung seines Sohnes Daniel, eines Professors für Altphilologie, will er an dessen Seminar über die Odyssee teilnehmen. Der Sohn ist über die kritischen Anmerkungen seines Vaters nicht immer glücklich. Ihr Verhältnis war nämlich durchaus spannungsreich, sodass der Sohn oft genug die vernichtenden Urteile des Vaters über Odysseus, der ein Angeber und Prahler sei und einen „problematischen Charakter habe“, auf sich selbst bezieht. Zum Abschluss machen sie eine Kreuzfahrt auf den Spuren des Odysseus.

Man erfährt nicht nur eine Menge über die Odyssee, es wird auch ein nicht immer einfaches Vater-Sohn-Verhältnis entfaltet, das jedoch immer wieder überraschende Wendepunkte und geglückte Annäherungen zeigt, zudem Leben und Altern des Vaters schlaglichtartig und eindrucksvoll beleuchtet.

Didaktische Hinweise

Auszugsweise zum Vorlesen (Interpretationen von Stellen aus der Odyssee) und zur Besprechung geeignet, etwa die Stelle, als der alte Vater seinen Sohn, der unter Klaustrophobie leidet, in der Grotte der Kalypso an der Hand nimmt (S. 192–196). Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Texten zum Thema Väter und Söhne (z. B. David Wagner: Der vergessliche Riese, Arno Geiger: Der alte König in seinem Exil).

Gattung

  • Romane

Eignung

in Auszügen geeignet

Jahrgangsstufen

11 bis 13

Fächer

  • Deutsch
  • Ethik/Religionslehre (Evang. Religionslehre
  • Geschichte

FÜZ

  • Kulturelle Bildung
  • Soziales Lernen
  • Werteerziehung

Erscheinungsjahr

2019

ISBN

9783827500632

Umfang

348 Seiten

Medien

  • Buch