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Lisa Graff: Eine Messerspitze voll Magie

Besprechung

Cady hat ein besonderes Talent. Die 11-jährige kann für jeden Menschen den perfekten Kuchen backen. Sie lebt in Miss Mallorys Heim für verloren gegangene Mädchen. Und das schon seit Jahren, was einem absoluten Sonderfall entspricht. Denn die Mädchen, die sonst aufgenommen werden, bleiben dank Miss Mallorys Vermittlungsgeschick nicht lange dort. Obwohl Cady gerne bei Miss Mallory wohnt, ist es ihr größter Wunsch, endlich auch eine neue Familie zu finden und ein Abschiedsfest zu feiern wie die anderen Mädchen. Bis dahin fiebert sie ihrer zweitgrößten Aufgabe entgegen: dem jährlichen Backwettbewerb in der Stadt, den sie mit ihren Kuchenkreationen bisher immer gewonnen hat. Neben Cady sind in Lisa Graffs magischem Kinderbuch noch eine ganze Reihe weiterer Personen mehr oder weniger auf der Suche nach Talenten, wie z. B. Toby, der Mann im grauen Anzug, und Familie Asher. Zur Orientierung werden die Figuren als weitere „Zutatenliste“ für eine „Messerspitze voll Magie“ mit Symbolen zu Beginn des Buches zusammengestellt - was auch absolut notwendig ist, um sich beim Lesen zurechtzufinden im langen, anfänglichen Wirrwarr von Figuren, Rückblenden und Momentaufnahmen. Das Durchhaltevermögen des Lesers wird schließlich belohnt. Mit Geduld ergeben sich die Zusammenhänge in Cadys magischer Welt nach und nach und lassen neben zauberhaften Bildern im Kopf auch bedenkenswerte Tiefe zu. Beispielsweise im Resümee: „Die Art, wie wir mit dem umgehen, was das Schicksal uns beschert, macht uns zu den Menschen, die wir sind.“ (S. 213) Eine Mixtur aus Magie, Märchen, Kuchenrezeptsammlung, Wünschen und Talenten, die geübtes Lesen fordert.

Didaktische Hinweise

Hintergrundinformation: „Eine Messerspitze voll Magie“ wurde aus dem Amerikanischen von Alexandra Ernst übersetzt. Für ihre Arbeit wurde die Literaturwissenschaftlerin bereits mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis für ihre Übersetzung zu „Der Joker" (2007) und „Die Bücherdiebin“ (2009) von Markus Zusak. Die Kritikerjury zum Deutschen Jugendliteraturpreis nominierte 2015 außerdem ihre Übersetzung von David Almonds „Der Junge, der mit den Piranhas schwamm.“ Auch dieses Buch ist in seiner Übersetzung ein gefühlvoll verzauberndes Kinderbuch für viellesende Mädchen, Träumer, Romantiker und andere Schwärmer geblieben. Die Lektüre thematisiert unter anderem die fächerübergreifenden Bildungs- und Erziehungsziele wie Werteerziehung und kulturelle Bildung.

Gattung

  • Fantasy
  • Bücher für Mädchen
  • Romane

Eignung

in Auszügen geeignet

Altersempfehlung

Jgst. 5 bis 6

Fächer

  • Deutsch

Erscheinungsjahr

2014

ISBN

9783764150358

Umfang

216 Seiten

Medien

  • Buch