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Iris Wewer: Als das Nilpferd Sehnsucht hatte

Besprechung

Der kleine Freddi hat einen großen Freund: ein Nilpferd. Und weil dieses Sehnsucht nach Afrika hat, beschließt Freddi, alles daran zu setzen, um es in das „Land seiner Träume“ zu bringen. Zunächst geht es im Zoo-Anhänger zum Hafen und von dort mit dem Dampfer aufs Meer hinaus. Und als das Nilpferd über Bord gespült wird, zögert Freddi nicht lange: Als echter Freund springt er hinterher. Weiter geht die Reise auf einem Wal, der sie bis an die Küsten Afrikas bringt. Einer glücklichen Fügung ist es schließlich zu verdanken, dass man mit einem Eiswagen durch die Wüste und direkt zu den wilden Tieren gelangt. Inzwischen sind die zwei um einen Weggefährten reicher: eine Krähe. Das Nilpferd findet sich letztlich glücklich im Kreise vieler Artgenossen wieder. Jetzt ist es Freddi, der sich nach seinem Zuhause sehnt. Und was ein echter Freund ist, der hilft nun seinerseits: Das Nilpferd sorgt dafür, dass Freddi per Flugzeug zu seinen Lieben nach Hause kommt. Text und Bild thematisieren, wie sich echte Freundschaft im gegenseitigen Füreinander bewährt: Der eine steht für den anderen ein, um sein Gegenüber glücklich zu sehen. Die farbenfrohen naiven Illustrationen, die die Aktionen der beiden Freunde aussagekräftig umsetzen, werden von schlichten, kindgerechten Textpassagen begleitet.

Didaktische Hinweise

Als Einstieg für die Besprechung kann das Cover genutzt werden, das das Nilpferd auf seiner Reise mit seinem Freund Freddi zeigt. Die Ausgangssituation – die Freundschaft zwischen den beiden Zentralfiguren und die Sehnsucht des Nilpferds – liest die Lehrkraft den Kindern vor, wobei man gewiss beim Betrachten der Bilder die kleinen Zuhörer durch entsprechende Fragen zum Fabulieren anregen kann. Sobald die beiden Freunde sich auf die Reise nach Afrika begeben, liegt es nahe, die Kinder anhand der aktionsstarken Bilder die Geschichte selbst erschließen zu lassen. Dabei kann die Lehrkraft durch begleitende Impulse die Entwicklung der Geschichte in die gewünschte Richtung steuern. Auf das Vorlesen der Textpassagen lässt sich im Anschluss zurückgreifen oder immer an jenen Stellen, wo das Kind in seinem Redefluss stoppt. Eine zusätzliche Förderung der Sprachentwicklung wird erzielt, wenn man ein Stoffnilpferd und eine Playmobilfigur auf die Reise nach Afrika gehen lässt. Die Figuren werden nach dem bekannten Muster der Kettengeschichte von Kind zu Kind weitergegeben. Zum Abschluss ist ein Transfer der Thematik dadurch denkbar, dass man die Kinder motiviert, eigene Erlebnisse mit Freunden aller Art preiszugeben. Möglich ist auch eine Vertiefung auf der Realienebene, indem man die Tierwelt Afrikas zum Thema macht. Auch geeeignet für die Literacy-Erziehung im vorschulischen Bereich.

Gattung

  • Bilderbücher

Eignung

für die Schulbibliothek empfohlen

Jahrgangsstufen

1 bis 2

Fächer

  • Deutsch

Erscheinungsjahr

2010

ISBN

9783789173325

Umfang

32 Seiten

Medien

  • Buch