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Tim Parks: Sex ist verboten

Besprechung

Die besonders hübsche und lebenslustige Elizabeth hat sich nach einer Reihe persönlicher Katastrophen (sie werden im Lauf des Romanes erst schrittweise enthüllt) in ein buddhistisches Retreat zurückgezogen, in dem sie mittlerweile als Küchenhilfe arbeitet. Noch immer hat sie ihren Schmerz, den sie teils verzweifelt, teils ironisch schildert, nicht verarbeitet. Beim (verbotenen) Lesen der Tagebuchaufzeichnungen eines Teilnehmers wird sie erneut mit ihren Erinnerungen, Wünschen, Sehnsüchten und Leiden konfrontiert und erkennt, dass ein Weg ganz ohne Verstrickung nicht möglich ist. Immerhin ist sie fähig zu einem Neuanfang, auch in dem Bewusstsein, ins Dasgupta Institut zurückkehren zu können, wenn etwas völlig „außer Kontrolle zu geraten droht“. Der Autor schöpft aus eigenen positiven Meditationserfahrungen, was ihn jedoch nicht von einem zwar liebevollen, aber doch kritisch-ironischen Blick auf die Szene abhält. Mit Elizabeth und Geoff beschreibt er verzweifelte Menschen in Lebenskrisen, die ihr Elend bei allem Selbsthass dennoch wach, kritisch und komisch erleben und schildern. Der Leser lernt zudem etwas über buddhistische Lebensweisheit, ohne dass er diese aufgedrängt bekäme.

Didaktische Hinweise

Zum Selberlesen und Vorlesen ist das Buch geeignet für Kinder ab der zweiten Klasse. Eigene Erfahrungen mit mehr oder weniger anwesenden Vätern haben alle Kinder, so dass die eigene Lebenssituation mit Finns Situation verglichen und reflektiert werden kann. Besonders Buben werden durch den Protagonisten angesprochen. Auch die musikalische Leidenschaft werden viele teilen. Ein sehr empfehlenswertes Kinderbuch!

Gattung

  • Romane

Eignung

für die Schulbibliothek empfohlen

Altersempfehlung

Jgst. 12 bis 13

Fächer

  • Deutsch
  • Ethik/Religionslehre (Evang. Religionslehre

Erscheinungsjahr

2012

ISBN

9783888977732

Umfang

334 Seiten

Medien

  • Buch