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Leuntje Aarnoutse: Finn trommelt los

Besprechung

Finn wächst alleine mit seiner Mutter Mona auf. Von seinem Vater weiß er nichts; er stellt sich vor, dass dieser wie Robinson Crusoe auf einer einsamen Insel lebt und auf ein Schiff wartet, das ihn zurückbringt. Bezugspersonen des Jungen sind neben Mona seine Spielkameradin Sonia und deren Mutter, vor allem aber Uwe, ein väterlicher Freund für ihn. Finn ist ein leidenschaftlicher Trommler. Uwe hat ihm wegen der Nachbarn ein Trommelkissen gebastelt; bei Sonia darf er auf der Djembe ihrer Mutter trommeln. Eines Tages taucht sein Vater Frank auf. Er ist Musiker und spielt Bassgitarre in einer Band. Von ihm hat Finn offensichtlich die schwarzen Haare und das Rhythmusgefühl. Die beiden nähern sich einander an, doch Frank ist zu unstet für eine sesshafte Lebensweise. Das weiß auch Mona und trotz ihrer zwiespältigen Gefühle nimmt sie ihn nicht wieder auf. An seinem Geburtstag bekommt Finn das heiß ersehnte Schlagzeug. Doch am meisten freut ihn, dass sein Vater anruft. Die Erzählung ist klar und anschaulich geschrieben. Es gelingt dem Autor, die widersprüchlichen Gefühle von Finn, Mona und Uwe wie nebenher und doch eindringlich zu schildern. Unterstützend wirken dabei die karikaturhaften Schwarzweißzeichnungen von Sabine Büchner. Das Buch wurde aus dem Niederländischen übersetzt von Andrea Kluitmann.

Didaktische Hinweise

Zum Selberlesen und Vorlesen ist das Buch geeignet für Kinder ab der zweiten Klasse. Eigene Erfahrungen mit mehr oder weniger anwesenden Vätern haben alle Kinder, so dass die eigene Lebenssituation mit Finns Situation verglichen und reflektiert werden kann. Besonders Buben werden durch den Protagonisten angesprochen. Auch die musikalische Leidenschaft werden viele teilen. Ein sehr empfehlenswertes Kinderbuch!

Gattung

  • Romane

Eignung

als Klassenlektüre geeignet

Altersempfehlung

Jgst. 2 bis 3

Fächer

  • Deutsch

Erscheinungsjahr

2012

ISBN

9783836954129

Umfang

115 Seiten

Medien

  • Buch