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Franz von Kobell: Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben

Besprechung

Der Brandner Kaspar, fest eingebunden in seine bäuerliche Dorfgemeinschaft und den Zyklus der Jahreszeiten, führt ein gemächliches Leben als Förster. Eines Tages kommt der Tod in Gestalt des „Boanlkramers“, um ihn zu holen. Brandner macht ihn betrunken, spielt mit ihm Karten um weitere 18 Lebensjahre und gewinnt durch Betrug. Im Bewusstsein, dass ihm nichts passieren kann, kostet Brandner die gewonnene Zeit aus. Als aber seine Enkelin, die er über alles liebt, durch einen Unfall ums Leben kommt, ändert er sich; er beginnt, seine Lebenslust zu verlieren. Indessen kommt die Enkelin Brandners in den Himmel, und Petrus, der Himmelspförtner, entdeckt den Handel zwischen Brandner und dem Tod. Er gibt diesem den Auftrag, Kaspar nun endgültig zu holen. Anfangs weigert sich der „Boanlkramer“, sein Wort zu brechen, mit einer List aber gelingt es ihm, den Brandner Kaspar in das Paradies zu bringen, das dieser auch nicht mehr verlassen möchte.

Die Erzählung ist geradlinig strukturiert; sie überzeugt durch die heitere Naivität des Stils, aber auch durch die rasche Handlungsentwicklung und die direkte Ansprache von Sterbe- und Todesthematik.

Didaktische Hinweise

Behandlung der Zeit, Erzählform, Erzählverhalten; Vergleich: Prosa- und Dramenfassung; Literatur in Bayern (z. B. im 19. Jahrhundert); Sprache: Kennzeichen der Mundart, Funktion der Mundart-Aufsatzunterricht: erweiterte Inhaltsangabe

Gattung

  • Heimat- und Dialektliteratur

Eignung

themenspezifisch geeignet

Altersempfehlung

Jgst. 8 bis 13

Fächer

  • Deutsch
  • Ethik/Religionslehre (Evang. Religionslehre
  • Zusätzliche Fächer (Fachunterricht)

Erscheinungsjahr

2003 (1871)

ISBN

9783475534401

Umfang

400 Seiten

Medien

  • Buch