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Conrad Ferdinand Meyer: Gustav Adolfs Page

Besprechung

Anstatt seines Vetters gelingt es dem jungen Mädchen, das schon seit seiner Kindheit für Gustav Adolf schwärmt, als Page in dessen Dienst zu treten. Der König schätzt an dem vermeintlichen Jungen seine Unverdorbenheit und Geradlinigkeit und lässt ihn an seinem Leben, militärisch und privat, teilnehmen. Augustes Gefühle für Gustav Adolf werden immer stärker, und sie leidet ebenso unter Eifersucht auf die Königin wie unter ihrer eigenen Maske. Lange Zeit kann sie sich jedoch nicht dazu durchringen, Gustav Adolf zu verlassen und einer möglichen Entdeckung ihrer wahren Identität zuvorzukommen. Sie erlebt, wie der König einen Herzog, dessen Geliebte ebenfalls als Mann verkleidet im Lager lebt, hart bestraft, das Mädchen begeht Selbstmord. Daraufhin verlässt Auguste ohne Abschied das Lager und findet Unterschlupf bei einem alten Freund ihres verstorbenen Vaters. Am Vorabend der Schlacht bei Lützen nähert sie sich dem König wieder, in der Furcht, dieser könnte einem Attentat zum Opfer fallen. Tatsächlich wird der schwedische König während der Schlacht meuchlings ermordet, Auguste bringt seinen Leichnam in Sicherheit, bevor sie selbst an einer Verwundung stirbt. Beide werden nebeneinander aufgebahrt.

Didaktische Hinweise

Untersuchung des historischen Hintergrundes: historische Genauigkeit vs. freie Erfindun; bewusstes Einsetzen antithetischer Motive wie Treue - Verrat, Liebe - Hass; Tapferkeit - Feigheit; Edelmut - Charakterlosigkeit; Personencharakteristik

Gattung

  • Kurzprosa, Erzählungen, Textsammlungen, Tagebücher

Eignung

themenspezifisch geeignet

Altersempfehlung

Jgst. 8 bis 13

Fächer

  • Deutsch
  • Geschichte

Erscheinungsjahr

1986 (1882)

ISBN

9783150069459

Umfang

78 Seiten

Medien

  • Buch