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Schulart- und fächerübergreifende Bildungs- und Erziehungsziele

Die schulart- und fächerübergreifenden Bildungs- und Erziehungsziele des LehrplanPLUS beschreiben Themenbereiche, denen die Schülerinnen und Schüler in der Schule sowohl im Fachunterricht als auch in fächerverbindenden Projekten und im Schulleben begegnen. Die Auseinandersetzung mit ihnen trägt zur Entwicklung einer ganzheitlich gebildeten und alltagskompetenten Persönlichkeit bei.

Das Lesen und die Leseförderung gehen als Teil der Sprachlichen Bildung Hand in Hand mit anderen fächer- und schulartübergreifenden Bildungs- und Erziehungszielen, wie beispielsweise der Medienbildung, der Politischen Bildung, der Interkulturellen Bildung oder der Werteerziehung

Gerade auch die Auseinandersetzung mit belletristischer Literatur und Sachbüchern leistet einen ganz wertvollen Beitrag zur Persönlichkeitsentfaltung.

An dieser Stelle werden deshalb einzelne Bücher Sachbücher, aber auch belletristische Werke vorgestellt, die sich aus Sicht unserer Gutachterinnen und Gutachter im Arbeitskreis #lesen.bayern besonders gut eignen, die Förderung einzelner genannter Bildungs- und Erziehungsziele zu unterstützen.

Im Schuljahr 2020/21 werden hier Bücher vorgestellt, die sich v.a. für die Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Werteerziehung eignen. Ausführliche Informationen zu diesen beiden Bildung- und Erziehungszielen bieten auch die ISB-Portale zur Werteerziehung sowie zur Politischen Bildung.

Schwerpunkt im Sj 19/20

Bildung für nachhaltige Entwicklung

Ilona Koglin, Marek Rohde: Faironomics

Die Autoren unterteilen ihr Buch in 8 thematische Schritte (Träume, Ideen, Planen, Geld, Büro, Kooperation, Kommunikation, Wachstum), mit denen man die Welt etwas besser, d.h. fairer und ökologischer, machen kann. Ausgemachtes Ziel ist es, dass Unternehmen, Organisationen und Initiativen so gestaltet werden, dass eine öko-soziale Wirtschaft entsteht.

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Guillaume Duprat: Was sieht eigentlich der Regenwurm?

Der Untertitel „Die Welt mit den Augen der Tiere sehen” macht es bereits deutlich: Das hier ist ein besonderes Sachbuch, das die Perspektive der Tiere in den Fokus rückt: Auf großen Zeichnungen ist der Kopf des jeweiligen Tieres dargestellt, wobei sich die Augenpartie wegklappen lässt. Dahinter befindet sich der jeweils gleiche Ausschnitt einer genau gezeichneten, künstlichen Landschaft mit Haus, Weg, Grünfläche, Wäldchen, Tieren und Blumen. So kann man genau vergleichen, welche Ausschnitte, welche Farben und wie scharf die einzelnen Tiere sehen.

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Neal und Jarrod Shusterman: Dry

In „Dry“ zeigen Neal Shusterman und sein Sohn Jarrod als Coautor erschreckend realistisch, wie schnell Menschen in Extremsituationen sämtliche Regeln der Mitmenschlichkeit verwerfen, wenn es um das eigene Überleben geht. Dabei gelingt es den Autoren, die Zuspitzung der Bedrohung in der Ausnahmesituation, die Trockenheit, den Durst und die Aggression sprachlich fast physisch spürbar zu machen.

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Sascha Lobo: Realitätsschock: Zehn Lehren aus der Gegenwart

In seinem Buch mit dem Titel „Realitätsschock: Zehn Lehren aus der Gegenwart“ zieht der Berliner Publizist und Netzexperte Sascha Lobo zehn Lehren aus der Gegenwart – eine Gegenwart, die er als hyperkomplex beschreibt und in der Themen wie Umweltzerstörung, Migration, Digitalisierung, Rechtsruck, China, Künstliche Intelligenz, Transhumanismus und Fake News die öffentliche Wahrnehmung bestimmen.

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Jonathan Safran Foer: Tiere essen

„Tiere essen“ ist ein kunstvolles Mosaik aus Literatur, Journalismus, Reportage, O-Tönen und Autobiographie, das in den USA und in Großbritannien eine heftige Diskussion über Fleischverzehr und Vegetarismus ausgelöst hat.

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Ilona Koglin, Marek Rohde: Und jetzt retten wir die Welt!

In den Kapiteln Dich, Haus, Straße, Stadt, Land, Welt wird in verschiedenen Kategorien aufgezeigt, wie man neue Sichtweisen auf die Welt bekommen und wie man ganz praktisch einen Beitrag zum ökologischen Wandel leisten kann.

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Werteerziehung

Rieke Patwardhan: Forschungsgruppe Erbsensuppe

„Forschungsgruppe Erbsensuppe“ ist eine toll erzählte Geschichte, die vor allem durch Leichtigkeit, Witz, Neugier und Verstand überzeugt. Inhaltlich gelingt es der Autorin gekonnt, die langzeitigen Auswirkungen von Flucht und Furcht heute, wie der zurückliegenden Generation, mit einander zu verbinden und ihnen Familie und Freundschaft schützend entgegen zu setzen.

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Ian McEwan: Maschinen wie ich

Der Roman „Maschinen wie ich“ des englischen Erfolgsautors Ian McEwan spielt in London im Jahr 1982 während des Falklandkriegs. Im Mittelpunkt der Handlung steht der 30-jährige Charlie, der nichts auf die Reihe kriegt und der seinen Lebensunterhalt mit nicht immer ganz erfolgreichen Börsenspekulationen verdient. Dabei wirft McEwan gleich eine ganze Reihe an großen Menschheitsfragen auf: Es geht nichts Geringes als um das Verhältnis von Schuld und Sühne, Wahrheit und Lüge, Recht und Moral, Leben und Tod, Liebe und Verantwortung.

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Timo Parvela, Bjørn Sortland; Pasi Pitkänen (Illustr.): Die Einladung / Kepler62

Kepler62, das auch mit dem Lesekompass 2020 ausgezeichnet wurde, erhält eine klare Klassenlektüreleseempfehlung: Das Buch bietet Identifikationsangebote, weist einen wirklich überschaubaren Umfang auf und lädt zur Weiterarbeit im Unterricht ein. So bietet es sich an, sich im Unterricht mit den Themen Überwachungsstaat, (Merkmale einer) Demokratie und (Eingriff in die) Menschenrechte auseinanderzusetzen.

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Oliver Jeffers: Die Fabel von Fausto

Was will der Mensch? Was sind seine Ziele? Wie geht er vor, seine Ziele zu erreichen? Diese ewigen Menschheitsfragen verhandelt der 1977 in Belfast geborene Autor Oliver Jeffers in seinem Bilderbuch „Die Fabel von Fausto”. Er zeigt, was Habgier aus einem Menschen macht. Es wird die Geschichte von Fausto erzählt, der davon ausgeht, dass ihm alles gehört. Er eignet sich die Dinge dieser Welt rücksichtslos an und dabei ist es ihm herzlich egal, wie es um die Gefühle der anderen bestellt ist.

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Pemilla Stalfelt: Ich mach dich platt!

Ein ungewöhnliches Kindersachbuch über Gewalt. Gewalt hat viele Gesichter und deshalb ist hier ein annotiertes Skizzenbuch entstanden. Die Autorin illustriert und beschreibt zahlreiche Szenen und Situationen, in denen Gewalt entsteht und ausgeübt wird: z. B. in der Geschichte, als Unterhaltung im Fernsehen, Gewalt gegen Tiere, gegen die Erde, im Krieg. Am Ende geht es um die Frage: Gewalt – muss das wirklich sein?

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Christine Nöstlinger; Sophie Schmid (Illustr.): Der Überzählige

Was ist Schuld und wer hat hier Schuld? Wie kommt es dazu, dass Mütter ihre Kinder gegen deren Willen vier Wochen lang wegschicken? / Welcher zeitgeschichtliche Hintergrund veranlasst sie dazu?

Ein trauriges Kinderbuch über ein persönliches Erlebnis Nöstlingers, die hier auf berührende Weise von ihrer eigenen Kinderlandverschickung berichtet.

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Kathrin Schrocke: Immer kommt mir das Leben dazwischen

Kathrin Schrocke schildert den Alltag eines Dreizehnjährigen mit viel Humor und der Leser folgt gespannt der abwechslungsreichen Geschichte. Der Roman ist für eine siebte Klasse geradezu prädestiniert. Alles, was Jugendliche in diesem Alter beschäftigt (Internet, Smartphone, erste Liebe, Beziehung zu den Eltern), wird mit Witz und Herz beschrieben.

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Das Arbeiten mit (Auszügen aus) (Sach-)Büchern in den verschiedenen Fächern stellt eine gute Möglichkeit dar, die Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler im Fach zu fördern und über Sachthemen gerade auch Jungen fürs Lesen zu begeistern. Der Anteil der Sachbücher, die vom Arbeitskreis #lesen.bayern rezensiert werden, wird daher weiter vergrößert.

Im Online-Portal lassen sich nun zu zahlreichen Themen ganz gezielt auch Sachbücher suchen, filterbar u. a. nach Begriffen, Fächern und Jahrgangsstufen, hier am Beispiel einer thematischen Suche nach „Klima”.