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Otfried Preußler: Ich bin ein Geschichtenerzähler

Besprechung

Otfried Preußlers Bücher begleiten nun schon die Enkel der ersten Lesergeneration durch ihre Kindheit. Auch wenn er manches Mal, auch in Texten dieses Bandes, die mediale Vermarktung seiner Bücher bedauert, so werden seine Bücher tatsächlich noch gelesen. Dass er einer der ersten war, der auch selbst für den Rundfunk und auf Tonbändern vorgelesen hat, berichtet er hier. Ein reiches und langes Leben tut sich vor dem gerührten Leser auf: glückliche Kindheit in Böhmen, Krieg, Gefangenschaft in den Jugendjahren, Lehrerberuf und Schriftstellerberufung und wie ein roter Faden immer wieder: die langjährige glückliche Ehe und Elternschaft mit seiner Frau Anneliese, seinem „Mädchen“, das sieben Jahre auf ihn gewartet hat, über lange Monate und Jahre ohne Überlebenszeichen. Wiedergefunden nach dem Krieg haben sie sich dann in Rosenheim - und im Chiemgau lebt der alte Herr noch heute.

Die Sammlung unveröffentlichter Texte, deren neueste aus dem Jahr 2008 stammen, wurde von zwei seiner Töchter herausgegeben. Preußler blendet wie immer die heiklen Themen „Hitlerjugend“ und „Nationalsozialismus“ weitgehend aus. Die Geschichte seiner Gefangenschaft ist nur in Bruchstücken zu lesen, mehr zu erahnen. Aber auch so sind diese Erinnerungen für junge Leute ein Beipiel, wie man ein „gutes“ Leben führen kann, auch wenn einem nichts geschenkt wird. Die manchmal ein wenig altväterliche Sprache erinnert den erwachsenen Leser wehmütig an den „Kleinen Wassermann“ und die „Kleine Hexe“.

Didaktische Hinweise

In Auszügen für den Deutsch- und Geschichtsunterricht geeignet. Auch als Ergänzung zur Lektüre des „Krabat“.

Gattung

  • Sachbücher

Sachbuchkategorie

  • Biografien, Autobiografien, Porträts

Eignung

in Auszügen geeignet

Altersempfehlung

Jgst. 8 bis 12

Fächer

  • Deutsch
  • Geschichte

Erscheinungsjahr

2010

ISBN

9783522200950

Umfang

272 Seiten

Medien

  • Buch