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Raquel J. Palacio: Wunder

Besprechung

Der zehnjährige August hat von Geburt an ein deformiertes Gesicht. Er ist oft operiert worden und noch nie zur Schule gegangen. Jetzt soll er in die fünfte Klasse kommen. Er ist es gewöhnt, angestarrt und gemieden zu werden. Er weiß, dass die meisten Menschen nicht gemein sind, sondern verunsichert durch sein Aussehen. Trotz der Unterstützung seiner Familie und der Schulleitung trifft er auf viele verständnislose Mitschüler und durchleidet häufig Situationen, in denen er ausgegrenzt wird. Doch Humor, Intelligenz und Einfühlungsvermögen helfen ihm dabei, Schwierigkeiten zu überwinden. August ist ein kleines Wunder! Der Roman ist einfühlsam und berührend geschrieben: August erzählt seine Geschichte selbst: In einfachen und kurzen Sätzen berichtet er von seinem schwierigen Leben, das er am liebsten hinter einer Maske verbergen würde. Er freut sich aber auch über gute Erfahrungen, die er seinem Witz, seiner Klugheit und seiner Großzügigkeit verdankt. August nimmt den Schreck, die Angst oder das Mitleid der anderen an einem Blick, einem falschen Lachen wahr und kontert mit einem trockenen Kommentar. Das Buch „Wunder“ macht Hoffnung. Der Autorin ist eine Sensibilisierung für diese Thematik gelungen. Sie zeigt ein Kind in einer Ausnahmesituation, die unabänderbar ist, aber auch viele Kräfte freisetzen kann. Gerade in Zeiten der Inklusion bietet es sich an, dieses wunderbare Buch in die Schulbibliothek aufzunehmen. Es ist für Leser/-innen ab 12 bis ins Erwachsenenalter wärmstens zu empfehlen.

Didaktische Hinweise

Gattung

  • Romane

Eignung

für die Schulbibliothek empfohlen

Altersempfehlung

Jgst. 6 bis 10

Fächer

  • Deutsch
  • Ethik/Religionslehre (Evang. Religionslehre
  • Zusätzliche Fächer (Fachunterricht)

Erscheinungsjahr

2013

ISBN

9783446241756

Umfang

381 Seiten

Medien

  • Buch